Laudatio

Kapitel 6 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Richter hat auch die Miniaturen in der ihm eigenen Weise kompositorisch klar und zeichnerisch differenziert gestaltet, präzise bis ins Detail. Dabei erzählt er oft ganze Bildgeschichten. Aber die Darstellung auf diesem kleinen Format fordert eine ganz besonders nahe und eingehende Betrachtung. Dem schnellen Blick bleibt Vieles verborgen […]
Kapitel 5 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Templin ist die fünfte Station einer bemerkenswerten Kunsttour zu den unspektakulären und spannenden, den genauen wie ebenso sinnlichen grafischen Bildern eines viel zu wenig bekannten, großartigen Berliners. Gerenot Richter ist eine in mehrfacher Hinsicht einmalige historische Persönlichkeit, an deren Charakter und zeitgenössisches Schaffen Familie und Freunde erinnern […]
Kapitel 4 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Welche Motive verbinden sich für uns mit der Ostsee? Wir denken an Strände, Steine, Muscheln, knorrige Hölzer, weite Himmel, Wolken, Schiffe, Boote, sich Sonnende, Strandläufer, Badende und mehr ... Alles das finden wir auch in der Bilderwelt Gerenot Richters! Ausgehend von den Aufenthalten an der Ostsee, entwickelte sich in seinem Schaffen dieses Thema zu einem bedeutsamen, das sich durch sein Gesamtschaffen zieht, sein reifes Werk prägt und auf den Übergang zu seinen letzten Arbeiten weist. […]
Kapitel 3 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Bei diesen Grafiken Richters besticht und beeindruckt das Authentische des Menschenwerks Architektur als bewundernswerte Schöpfung, als geschichtsträchtiges Zeichen mit einmaligem Nimbus, aber ausgesetzt den Symptomen der Vergänglichkeit, zeitlich bedingtem Zerfall oder der Zerstörung durch Gewalt von Menschen im Krieg. Die Bilder erfassen die Bestände von Bauensembles und deren historisches Schicksal in der Mitte Berlins. In der bildlichen Vergegenwärtigung Richters erfahren die Kulissen und Zeugen […]
Kapitel 2 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Gustav Mahlers Musik liebte Richter besonders, er hatte 1983 sogar die Gelegenheit auf einer Reise nach Wien Originalschauplätze von Mahlers Leben und Wirken zu sehen und zu zeichnen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er ihm die erste seiner ganz großen Kompositionen widmete – auch bei Mahler sind es ja vor allem die großen Kompositionen, seine Sinfonien, die er schätzte. Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, zu untersuchen, ob es nicht auch Gemeinsamkeiten in der Arbeitsweise von Mahler und Richter gibt? […]
Kapitel 1 der Gerenot Richter-Werkschau zum 90. Geburtstag | Die ein halbes Dutzend Blätter umfassende Folge „Nach dem Sturm“ hat er angesichts der Sturmkatastrophe von 1980 geschaffen. Umgeknickte und entwurzelte Bäume, ins Bild ragende Äste zeichnen die verheerende Naturkatastrophe nach, von deren zerstörerischer Kraft er tief beeindruckt war. Die Welt war aus den Fugen geraten, Wälder waren zerstört, Baudenkmale in Trümmer gelegt […]
Sich nach über 40 Jahren noch an die Arbeiten seines Lehrers an der Humboldt-Universität zu erinnern, scheint dem Grafiker Helmut Müller nicht unbedingt selbstverständlich. Denn Gerenot Richter stand damals selbst noch am Anfang seines künstlerischen Weges […]
Die Ausstellung zeigt mit 66 Arbeiten den gesamten gegenwärtigen Bestand der Kunstsammlung Lausitz an Werken von Gerenot Richter, die sich allesamt mehr oder weniger auf die Lausitz beziehen. Sie geben einen Einblick in das vielgestaltige Frühwerk des Künstlers mit einer Fülle malerischer und zeichnerischer Techniken bis hin zur Lithographie […]
Mir liegt sehr am Herzen, die Bedeutung und Schönheit von Gerenot Richters Arbeiten nachdrücklich hervorzuheben, denn diese haben zwar längst zu Recht viele Bewunderer gefunden, aber nehmen ganz zu Unrecht noch längst nicht den Platz im vorherrschenden Bild von der Kunst unserer Zeit ein, der ihnen zustünde […]
Die hier gezeigten Kaltnadel-Arbeiten, Aquatinten und Radierungen sind dem Schaffen eines Mannes geschuldet, der in unvergleichlicher Weise leidenschaftlicher Künstler, verlässlicher Mensch, wacher Zeitgenosse, begnadeter Lehrer war. Mehr als 30 Jahre wirkte er am Institut für Kunstpädagogik der Humboldt-Universität. Die Laudatio von Dr. Ljudmila Bruchholz zu einer Ausstellung im Februar 1992 anlässlich des zweiten Todestages des Künstlers können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen […]