Gerenot Richter zum 100. Geburtstag

Die zweite Ausstellung anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Gerenot Richter“ zeigt Tiefdrucke und einigen Unikate aus dem gesamten Schaffen des Künstlers. Die Ausstellung wird vom 6. März bis zum 10. April 2026 in der Galerie der Berliner Grapikpresse zu sehen sein.

Blick in einen der Ausstellungsräume während der Eröffnung am 6. März 2026.
Gleichnis I (1983)
Radierung und Aquatinta,
39,5 x 55,5 cm

Der Verkaufskatalog zur Ausstellung ist Anfang März erschienen und kann unter diesem Link eingesehen werden. Reservierungen und Verkäufe der ausgestellten Werke werden dort regelmäßig aktualisiert.

Einführende Worte zur Eröffnung: Sabine Ulber

Musik: Lilly Pfarr, Querflöte

Abb.: Canna indica / Blumenrohr (1970) 70 x 55 cm, Öl auf Hartfaser

Strandläufer IV (1977)
Radierung und Aquatinta,
21,5 x 24,5 cm
Museumsinsel bei Nacht (1983) Radierung und Aquatinta,
32 x 24 cm

Galerie der Berliner Graphikpresse | Am Falkenberg 25 | 12524 Berlin (Altglienicke)

Aus dem Nachlass von Gerenot Richter

Im Januar 2026 erhielt das Heimatmuseum Warnemünde zehn Handzeichnungen und eine Radierung aus dem Nachlass von Gerenot Richter. Alle elf Arbeiten wurden dem Museum von der Familie des Künstlers als Schenkung übereignet. 

Das Heimatmuseum in Warnemünde wird vom gleichnamigen Museumsverein betrieben und von der Hanse- und Universitätsstadt Rostock gefördert. Eine Dauerausstellung lädt auf 240 qm zu einer Entdeckungsreise durch die Geschichte von Warnemünde ein. Darüber hinaus finden regelmäßig Sonderausstellungen und Lesungen statt. 

Anlass für die Schenkung an das Heimatmuseum war Richters Geburtstag, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Für das Jubiläum hat seine Familie den gesamten Nachlass des 1991 verstorbenen Künstlers neu geordnet und digitalisiert. Im Ergebnis wurden bisher nicht im Werkverzeichnis berücksichtigte Lithographien, Radierungen, Aquarelle, Gouachen, Gemälde, Skizzen und Handzeichnungen in ein Nachlassverzeichnis aufgenommen. Für Museen besteht nun die Möglichkeit, ihren Richter-Bestand auch durch weniger Bekanntes zu ergänzen. Das Heimatmuseum Warnemünde hatte Arbeiten von Gerenot Richter bisher nicht in seiner Sammlung.

Richters Blick auf Warnemünde im Jahr 1966

Gerenot Richter wurde in Dresden geboren. Als Kind und als Heranwachsender verbrachte er seine Ferien vor allem im Erzgebirge. Er liebte die Berge, das Wandern und Skifahren, den Wald und Wiesen. Seit 1951 lebte er in Berlin.

Was verband ihn mit dem kleinen Ort Warnemünde? Die Schönheit Ostsee entdeckte Richter als Student der Humboldt Universität während verschiedener Praktika. Später verbrachte er an der Seite seiner Frau Ingeborg, einer gebürtigen Mecklenburgerin, ab und an ein paar Tage in Rostock. Im Sommer 1966 kam Richter für einige Wochen nach Rostock – zu diesem Zeitpunkt war er bereits Dozent für Theorie und Praxis der künstlerischen Gestaltung am Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität.

Während seines Aufenthaltes entstand eine Vielzahl von Handzeichnungen. Im Ostseebad Warnemünde interessierten ihn das geschäftige Treiben der Fischer, die in den Hafen einlaufenden Schiffe, das sommerliches Strandleben oder stille, abgelegene Straßen voller Poesie. Einige der gezeichneten Motive finden sich später in seinen Lithographien und Radierungen wieder. 

In den 70er Jahren veränderte Richter seinen Blick auf die Ostseeküste grundlegend. Nicht nur die Schönheit der Landschaft, auch die immerwährende Gefährdung faszinierten ihn. Entsprechend tauchten in seinen Handzeichnungen und Radierungen vom Wind zerzauste Bäume, zerklüftete Steilufer, blank gewaschene Baumstämme sowie bizarres Strandgut auf.

Richters Arbeiten sind mehr als eine schöne Erinnerung

Nicht nur die Ostseebilder von 1966, auch weitere Arbeiten aus diesem Jahrzehnt seines Schaffens sind etwas in Vergessenheit geraten. Richter selbst trug dazu bei, denn er nahm sie weder in sein Werkverzeichnis auf noch zeigte er sie auf späteren Ausstellungen. 

Seiner Witwe verdanken wir, dass aus den 1950er und 1960er Jahren dennoch Arbeiten erhalten geblieben sind. Sie geben Auskunft über sein zeichnerisches Können und belegen, dass sein Blick auf die ihn umgebende Welt schon immer sehr individuell geprägt war. 

Wenn Richter zeichnete, hatte er oft beim ersten Strich schon die Gestaltung einer späteren Lithografie oder Radierung im Kopf. An dieser Arbeitsweise hielt er bis zum Schluss fest. Auch als er in den 70er Jahren zu einem Meister der Radierung reifte, blieb er dem Zeichenstift treu. Zu vielen seiner bekannten klein- und großformatigen Tiefdrucke gibt es im Werkverzeichnis beeindruckende Vorarbeiten – jede ein Kunstwerk für sich. 

Für das Heimatmuseum Warnmünde sind Richter Zeichnungen von 1966 eine wertvolle künstlerische Ergänzung zum fotografischen Material über das beliebte Ostseebad. Sie werden bei den älteren Bewohnern Erinnerungen wecken und den Jüngeren einen Einblick in die Vergangenheit des Ortes ermöglichen. Zugleich dürften diese Begegnungen mit Richters Kunst eine Brücke zu seinem späteren Werk schlagen, das in diesem Jahr mehrfach geehrt wird.

Einige Handzeichnungen von Gerenot Richter, die in Warnemünde nun eine neue Heimat gefunden haben, werden voraussichtlich schon bald auf Ausstellungen zu sehen sein. 

Skizzen in den Arbeitsbüchern

Gerenot Richter war ein besessener Zeichner. Er nutzte jede Gelegenheit, seine Ideen und Gedanken mit dem Stift festzuhalten. Als Hochschullehrer stand er jedoch permanent unter Zeitdruck. Denn zu seinen universitären Verpflichtungen gehörten lange Sitzungen und unzählige Versammlungen.

Das sprichwörtliche Herumgesitze und die endlosen Diskussionen empfand Richter oft als unnötig ermüdend. Er fühlte sich dadurch auch der produktivsten Stunden seines Tages beraubt. Eine Methode, die Sitzungen mit für ihn selbst Sinnvollem zu füllen, waren seine eigenen zeichnerischen Protokolle. Sie waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht, aber zumindest eine kleine Genugtuung. So konnte Richter die "vergeudeten Stunden" vor sich selbst besser rechtfertigen.

Besonders gern skizzierte Richter seine Kolleginnen und Kollegen. Und so tauchten in seinen Arbeitsbüchern zwischen den schriftlichen Notizen, organisatorischem Kram oder den Themen seiner Fachgruppenarbeit zahllose Porträts auf. Oft waren sie als Karikatur gedacht. Denn auch für dieses Genre hatte Richter durchaus einen besonderen Sinn. Mitunter waren seine eher hingeworfenen Skizzen aber auch dazu geeignet, Erinnerungsstützen für ernstzunehmende spätere Vorhaben zu schaffen.

Die Arbeitsbücher sind nicht erhalten

Die Richterschen Sitzungsprotokolle in seinen Arbeitsbüchern blieben bisher im Verborgenen. Sie zeigen eine Seite des Künstlers, die vermutlich damals nicht einmal seine porträtierten Kolleginnen und Kollegen zu Gesicht bekamen. Wir veröffentlichen in unserem Blog erstmals eine Auswahl, um den Kennern und Bewunderern der Kunst von Gerenot Richter einen Einblick in eine bisher nicht entdeckte Facette seines Talents zu bieten.

Leider sind Richters Arbeitsbücher in ihrer ursprünglichen Form nicht erhalten geblieben. Einige Skizzen hat der Künstler selbst ausgeschnitten und für sich in einem Ordner archiviert. Nach seinem Tod setzte seine Witwe das Ausschneiden fort, allerdings fiel es ihr schon damals schwer, die Skizzen zu beschriften. Richter hatte das in seinen Büchern oft vergessen oder wohl auch bewusst unterlassen.

Eine korrekte Zuordnung der Skizzen zu den "porträtierten" Personen ist uns ohne den Kontext der Arbeitsbücher erst recht nicht möglich. Auch die jeweilige Entstehungszeit lässt sich kaum noch nachvollziehen. Ungeachtet dessen sind Richters erheiternde Sitzungsprotokolle ein Schatz. Er verdient es, gehoben und in Erinnerung gerufen zu werden.

Dies geschieht auch im Zusammenhang der neuerlichen Sichtung und Ordnung des Nachlasses von Gerenot Richter anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2026. Denn einige der Sitzungsprotokolle werden im Kunstverein Templin e. V. eine neue Heimat finden.

Ausstellung vom 17. November 2025 bis zum 27. Februar 2026 

Schloss Biesdorf | Obergeschoss


Die Zeit ist ein Ozean

Kuratiert von Regina Weiss und Benno Hinkes

Mit Werken von Thomas Eller, Iman Hasbani, Benno Hinkes, Martin Honert, Abdulkarim Majdal Albeik, Wenfeng Liao, Gerenot Richter, Peter Strickmann, Kleopatra Tsali, Evgenija Wassilew, Bignia Wehrli, Regina Weiss

Die Ausstellung Die Zeit ist ein Ozean nähert sich dem Thema Zeit aus künstlerischer Perspektive. In ihr sind 12 Positionen versammelt – von Zeichnung und Druckgrafik über Skulptur und Rauminstallation bis hin zu Performance, Sound- und Videoarbeiten.

Mit der Ausstellung soll das Phänomen der Zeit erfahrbar werden. Die Besucher:innen können in der Auseinandersetzung mit in den sehr unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten einen jeweils eigenen Zugang zum Thema finden. In einer Video-Lounge werden zusätzlich zur Austellung in der filmische Arbeiten präsentiert.

Beide hier abgebildeten Arbeiten sind in der Ausstellung Die Zeit ist ein Ozean zu sehen. WV II-190 Tödliche Stille, Radierung und Aquatinta, 12 x 12 cm (siehe oben)

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

WV II-214 Die Uhr im Lesesaal,
Radierung und Aquatinta, 21,5 x 16,5 cm

WV II-190 Tödliche Stille,
Radierung und Aquatinta, 12 x 12 cm

Handzeichnungen  und Druckgrafik von Gerenot Richter 

 Ausstellung vom 15. November 2025 bis 13. Januar 2026 | Galerie im Neuen Rathaus Templin


(c) Foto: Gerburg Richter

Der Templiner Kunstverein zeigt in seiner 200. Ausstellung Zeichnungen und Radierungen von Gerenot Richter anläßlich des 100. Geburtstages des Künstlers. Ungewöhnlicherweise werden nicht nur die repräsentativen Blätter, z.B. die großen Gleichnisse gezeigt, wie man es eigentlich von einer Ausstellung zu diesem Anlass erwarten würde, sondern viele Zwischen-ZUSTÄNDE, die seinen Arbeitsprozess Von der Idee zum Bild verdeutlichen sollen – eine Arbeitsausstellung des vor fast 35 Jahren verstorbenen Künstlers. Es ist eine ganz besondere Ausstellung, die uns heute noch ermöglicht, dem Künstler über die Schulter zu schauen!

Gerenot Richter ist in Templin kein Unbekannter mehr. 2016 fand eine der sechs Ausstellungen der Werkschau zu seinem 90. Geburtstag hier statt. Diese Ausstellung stellte unter dem Titel TERRA MATER & HERBSTLICHT Arbeiten aus seinem Früh- und Spätwerk gegenüber, so wurde eine Zweiteilung seines Werkes gut sichtbar. In der ersten Periode integrierte sich Richter völlig in den Stil der Zeit (1960er Jahre) und in der zweiten erreichte er mit der zunehmenden Individualisierung in der Kunst der DDR auch die Vollendung seines eigenen Individualstils.

Dieser künstlerische Entwicklungsprozess war bei ihm zunächst ein Vorgang der Beschränkung, der zunehmenden Konzentration auf die Technik der Radierung; Ölmalerei, Aquarelle, Gouachen und Lithographien gibt es von ihm nur bis zum Beginn der 1970er Jahre.

Zeit des Suchens und Experimentierens

Die aktuelle Ausstellung wirdmt sich hauptsächlich dem Zeitabschnitt dazwischen. Die meisten der ausgestellten Arbeiten sind in den späten 1970er Jahren und den frühen 1980er Jahren entstanden. Das ist bei Gerenot Richter eine Zeit des Suchens und Experimentierens mit den Techniken des Tiefdrucks. Sehr schön zu sehen ist dieser beginnende Umbruch der Arbeitsweise an der Folge Strandläufer von 1976 / 1977 im Vergleich von Strandläufer I und III mit  dem Strandläufer II.

Richters jüngerer Kollege Roland Berger beschrieb 1986 Richters Arbeitsweise in einem Artikel in der Zeitschrift Kunsterziehung folgendermaßen:        

Seine Motive findet Gerenot Richter in der Natur, in Landschaftszonen abseits der Touristenwege. [...] Nahezu demütig folgt er dem Angebot des Geschauten und versucht es zeichnerisch zu bannen.

Die druckgrafische Bearbeitung der Motive leitet dann einen komplizierten Prozess des Aussonderns, Verdichtens und Komponierens ein. Die zeichnerische Akribi in ihrer Mischung von Linie und Struktur wuchert zuweilen, ist überwältigend und von variantenreich ausgesuchter Fülle. Raumzonen schieben sich kulissenartig zusammen; Durchblicke geben dahinterliegendes frei; Details nimmt man mit Verblüffung wahr. Lebendes und Gewachsenes kontrastieren zu Gestorbenem und Erstarrtem. Dazwischen – plötzlich – Menschen: Strandläufer, Badende, Akte, Liebespaare.

Wer sich auf Richters Bilder einläßt, braucht Zeit. Der ästhetische Genuss ist nicht Augenblickssache. [...] Dem Betrachter wird freundlich zwingend abverlangt, mit den Augen auf Entdeckungsreise zu gehen und ein Geheimnis zu ergründen. Und ein Geheimnis haben die meisten Grafiken Richters.

[zitiert nach: Roland Berger in: Kunsterziehung 12|86, S. 249]

Das trifft alles auch auf die 1979 entstandene Grafik Am Bodden zu, die am Anfang dieser Ausstellung steht und auch auf der Einladung abgebildet ist. Dieses Blatt hat ebenso die Idee zu dieser Arbeitsausstellung geliefert, denn es existieren von ihm nicht weniger als sechs Zustandsdrucke, von denen fünf in der Ausstellung zu sehen sind. Noch viele weitere Zwischenzustände muss diese Grafik durchlaufen haben, die nicht durch einen Probeabzug dokumentiert sind, um sich im Endergebnis dann doch kaum vom ersten Zustand zu unterscheiden. 

Lesen Sie hier die vollständige Laudatio von Helmut Müller.

Presseartikel zur Ausstellung

Beitrag von Michaela Kumkar im Uckermark Kurier vom 12. November 2025

Artikel von Frank Wilhelm im Nordkurier vom 15. November 2025

Lesen Sie unter dem oben stehenden Link weitere Informationen des Kunstvereins Templin zur Ausstellungseröffnung

Am 15.11. erklang Musik von Thilo Thomas Krigar zu zwei Bildern von Gerenot Richter

Der Komponist und Cellist Thilo Thomas Krigar hat zwei Radierungen / Aquatinten aus dem Schaffen von Gerenot Richter für Cello vertont. Bei der Vernissage zur Ausstellungseröffnung im Neuen Rathaus Templin hat er beide Musikstücke selbst zur Uraufführung gebracht. Von den Anwesenden der Vernissage wurden die beiden Kompositionen mit viel Beifall bedacht.

Am Bodden

Die Komposition zur Radierung "Am Bodden" spürt den vielschichtigen Details der Grafik nach und setzt diese eher in lautmalerische Sequenzen um – dem Blick eines imaginären Betrachters folgend, der die einzelnen Elemente und Motive von Richters Grafik erst nach und nach für sich entdeckt.

Das Flattern der Möwen, plätscherndes Wasser, ein zarter Wind, die Melodie des Flotenspielers … diese und viele andere Anklänge an die von Richter radierte Boddenlandschaft finden sich in der Komposition wieder. Krigar gestaltet dies allerdings frei von der Versuchung, Richters Grafik einfach nur zu illustrieren. Immer wieder ziehen sich überraschend dissonante und improvisierte Passagen durch das Stück, die sich von einem allzu romantisierenden Blick auf das Werk distanzieren.

Die Uhr im Lesesaal

Krigars Stück zu "Die Uhr im Lesesaal" fokusiert sich mit großer Intensität und emotionaler Wucht auf das Erlebnis von Zeit und deren Vergehen. Das Schlagen einer Uhr entwickelt sich zum eindringlichen, immer bedrohlicher werdenden Motiv. Dorthinein mischt sich trotziges Wehklagen – gespeist aus dem Erlebnis einer schmerzvollen Erfahrung und kaum zu stillenden Trauer über einen erlittenden Verlust.

Die Komposition weckt mahnende Gedanken an sinnlose Zerstörung – das Entsetzen darüber entlädt sich in hemmungslos wütenden Tonfolgen und Schlägen auf die Saiten des Cellos. Hierhinein webt der Komponist Töne, die um Vergebung zu ringen scheinen. Nur aus der Fähigkeit des Verzeihens lassen sich Hoffnung und Inspiration für einen Neuanfang schöpfen.

Gerenot Richter
Die Uhr im Lesesaal
Radierung und Aquatinta
21,5 x 16,5 cm
Gerenot Richter
Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag
Radierung und Aquatinta, Aquatinta geschliffen
25,5 x 49,5 cm

Thilo Thomas Krigar, Cello & Kompositionen

Thilo Thomas Krigar studierte an der UdK Berlin (Musiktheorie und Violoncello). Ende der 80er Jahre wandte er sich der Komposition zu. Sein künstlerisches Schaffen basiert auf einem lebenslangen Lernprozess. Wichtige Inspirationsquelle für ihn sind Kunst, Literatur und Wissenschaft und die Zusammenarbeit mit Schauspielern. Mit seinen Werken schafft Krigar ungewohnte und neuartige Verbindungen zwischen unterschiedlichen Ausdruckformen und regt zu einer intensiven Auseinandersetzung damit an. Als Komponist schuf er ca. 100 Werke. Als Cellist und Ensembleleiter war er an mehr als 2.000 Aufführungen in 32 Ländern beteiligt.

Weitere Informationen zu Thilo Thomas Krigar finden Sie hier.

200. Rathausausstellung Kunstverein Templin | 100. Geburtstag von Gerenot Richter

ZUSTÄNDE – von der Idee zum Bild | Handzeichnungen und Druckgrafik

15. November 2025 bis 13. Januar 2026 | Eröffnung: 15.11.2025 um 15 Uhr

Galerie im Neuen Rathaus Templin
Prenzlauer Allee 7
17268 Templin
www.kunstverein-templin.de

Ausstellungen zum Jubiläum

Anlässlich des Geburtstages von Gerenot Richter, der sich am 5. Dezember 2026 zum 100. Mal jährt, wird es mindestens fünf Ausstellungen an verschiedenen Orten geben, die sein künstlerisches Schaffen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Zu diesen Ausstellungen möchten wir unsere Freunde und Interessierte herzlich einladen.

In Planung befindet sich zudem eine weitere Ausstellung mit Werken von Gerenot Richter in Dresden. Darüber hinaus wird Helmut Müller gemeinsam mit seinem künstlerischen Kollegen Hartmut Hornung Anfang 2027 eine Ausstellung über Gerenot Richter und Johannes Prusko ausrichten. Müller und Hornung haben beide an der Humboldt-Universität zu Berlin bei Richter und Prusko studiert. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website regelmäßig über Einzelheiten zu den verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen. Aktuell stehen noch nicht alle Informationen vollständig zur Verfügung.

Unser Jubiläum für Gerenot Richter startet am 15. November im Neuen Rathaus Templin. Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen mit allen, die sein umfangreiches Werk bereits kennen oder kennenlernen wollen.


15. November 2025 bis 13. Januar 2026 | Eröffnung: 15.11.2025 um 15 Uhr

ZUSTÄNDE – von der Idee zum Bild

Handzeichnungen und Druckgrafik

200. Rathausausstellung Kunstverein Templin
100. Geburtstag von Gerenot Richter

Neben der Ausstellung von Schlüsselwerken in mehreren Zustandsdrucken werden auch bisher unbekannte Handzeichnungen und Skizzen gezeigt, die die Herangehensweise des Künstlers bis zum gewünschten Ergebnis nachvollziehbar machen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website des Kunstvereins Templin.

Laudatio: Helmut Müller
Musik: Thilo Thomas Krigar, Cello & Komposition
Begrüßung: Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD)

Galerie im Neuen Rathaus Templin
Prenzlauer Allee 7
17268 Templin
www.kunstverein-templin.de


6. März bis 10. April 2026

Gerenot Richter zum 100. Geburtstag

Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25
12524 Berlin-Altglienicke
www.galerie-berliner-graphikpresse.de


23. Mai bis 19. Juli 2026 | Eröffnung: 22.05.2026 um 18 Uhr

Landschaft als Erinnerung

Aus dem Radierwerk von Gerenot Richter

Kunstmuseum Ahrenshoop
Weg zum Hohen Ufer 36
18347 Ostseebad Ahrenshoop
www.kunstmuseum-ahrenshoop.de

Öffnungszeiten April – Oktober: Dienstag – Sonntag: 11 – 18 Uhr


Oktober und November 2026

Gerenot Richter – GLEICHNISSE

Krankenhauskirche im Wuhlgarten
Brebacher Weg 15, 12683 Berlin Biesdorf


25. November 2026 bis 10. Februar 2027 | Eröffnung: 25.11.2026

Gerenot Richter – Grafik

Kleine Hommage zum 100. Geburtstag

Galerie Anke Zeisler
Gethsemanestraße 9
10437 Berlin
www.galerie-zeisler.de

Ausstellung vom 15. Juli bis 5. Oktober 2025 in Senftenberg

Bis zum 5. Oktober 2025 konnten Besucher des Museums Schloss und Festung Senftenberg in einer Sonderausstellung das künstlerische Gesicht der Lausitz wiederentdecken – oder erstmals kennenlernen. Zum Abschluss fand am 3. Oktober eine Führung des Kurators Bernd Gork statt. Als langjähriger Begleiter, Berater und Kenner der Sammlung konnte er den Besucher:innen viele interessante Details und auch manche kuriose Begebenheit schildern.

Die Kunstsammlung Lausitz wurde vor 40 Jahren am damaligen Kreismuseum Senftenberg gegründet, heute Musuem des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Insbesondere den bildenden Künstlern Günther Wendt, ehemals der Leiter der Sammlung, und Gerhart Lampa verdankt Senftenberg diesen Schatz an zeitgenössischer Kunst, der in den Jahren des Bestehens der Sammlung kontinuierlich angewachsen ist.

Vielfalt an Stilen und Handschriften

Heute beherbergt die Sammlung in Senftenberg über 2.500 Werke, in der auch so große Namen wie Ernst Barlach, Carl Lohse, Gerhard Richter, Harald Metzkes und Georg Baselitz zu finden sind. Schwerpunkt bilden Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken sowie Ölmalerei und Plastik.

Eine Besonderheit: Alle Künstler in der Sammlung wurden entweder in der Lausitz geboren, haben die Lausitz zu ihrer Wahlheimat gemacht, verbrachten wichtige Lebensphasen hier oder kamen immer wieder, um die vielfältige Landschaft und zugleich deren Zerstörung durch die Folgen des Tagebaus zu dokumentieren. Die Kunstsammlung spiegelt eine große Vielfalt an Stilen und künstlerischen Handschriften wider.

Gerenot Richter in der Kunstsammlung Lausitz

Auch über 60 Werke von Gerenot Richter kann die Kunstsammlung Lausitz ihr eigen nennen. 2006 wurde der 1991 verstorbene Künstler mit einer umfangreichen Sonderausstellung in der Galerie am Schloss gewürdigt.

In den regelmäßigen Ausstellungen der Kunstsammlung ist Gerenot Richter in der Regel mit zwei Werken vertreten: Mit seinem meisterhaften Spätwerk WV II-263 Gleichnis III (Eustachius) von 1987 und einem frühen Olbild mit dem Titel Am Stadtrand von Hoyerswerda (siehe Abbildung). Dieses Bild aus dem Jahr 1966 entstand im Ergebnis eines der vielen künstlerischen Praktika von Richter mit seinen Kollegen sowie mit Studierenden seines Instituts. Vorwiegend wurde dabei in der Gegend rund um Hoyerswerda und den Tagebau bei Knappenrode gezeichnet und aquarelliert.

Bei der Sichtung von bisher nicht veröffentlichten Werken aus Gerenot Richters künstlerischem Nachlass für die Übergabe an den Kunstverein Templin e.V. wurde erneut deutlich, welchen Eindruck das Gesicht der Lausitz bei Richter hinterlassen hat. Die Förderung der Braunkohle, dem Tagebau weichende Dörfer und idyllische Landschaften, trostlose Abraumhalden und qualmende Schornsteine, das alles findet sich seit den 60er Jahren in seinen zahlreichen Skizzen, Handzeichnungen, Aquarellen und Gouachen wieder.

Wiederentdeckung von Richters farbigen Arbeiten

Richter hat seine farbigen Arbeiten selbst nicht in sein Werkverzeichnis aufgenommen. Er fühlte sich später vor allem in der Technik der Radierung zu Hause und hat dort zu besonderer Meisterschaft gefunden. Insofern spiegeln die beiden Arbeiten in den regelmäßigen Ausstellungen der Kunstsammlung Lausitz den weiten Weg, den Richter in seiner kurzen Lebenszeit genommen hat.

Zugleich zeigt sich darin sein besonderer künstlerischer Ansatz: Richter blieb dem Gegenständlichen immer treu. Doch er entwickelte eine sehr eigenständige Herangehensweise an seine Motive und Themen und fand hierbei zu einem exzellenten Umgang mit den verschiedenen grafischen Techniken. Das machte Gerenot Richter gleichermaßen zum Außenseiter in der ostdeutschen Kunstszene wie zu einem wichtigen Vorbild für angehende Künstler, die nach einer individuellen Sprache suchten. Dass so viele seiner Schüler:innen, die er als Kunsterzieher:innen ausgebildet hat, später selbst eine künstlerische Laufbahn einschlugen, ist dafür ein deutlicher Beleg.

Unsere Website ermöglicht erstmals einen größeren Einblick in Richters farbige Arbeiten. Dieser ist unvollständig und wird es bleiben. Viele von Richters Arbeiten sind verschwunden oder nach seinem Tod nicht im Besitz seiner Familie verblieben. Leider liegen oft nicht einmal brauchbare Reproduktionen von den Werken vor. Für das Verständnis dieses Künstlers, dessen 100. Geburtstag ab November 2025 mit mehr als einer Handvoll Ausstellungen begangen wird, sind die hier inzwischen versammelten Arbeiten eine interessante und sehenswerte Ergänzung.


Kunstsammlung Lausitz | Museum Schloss und Festung Senftenberg

Einladung zur Ausstellungseröffnung

26. September 2025 um 19:00 Uhr akanthus galerie | Westwerk Leipzig


Bei dieser Ausstellung in der akanthus galerie auf dem Gelände Westwerk Leipzig treffen „zwei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen aufeinander: Die abstrahierende Malerei von Hartmut Piniek (*1950) entführt uns in einen Zustand der Flüchtigkeit von Dingen und Erscheinungen, die nicht definierbaren Zeichen auf seinen Gemälden, könnten einer versunkenen wie auch einer zukünftigen Welt angehören“.

Gerenot Richter (1926-1991) hat uns äußerst detaillierte und feingearbeitete Grafiken, „bezaubernde Mappenwerke mit Kaltnadelradierungen zu Gustav Mahler sowie zum Botaniker Basilius Besler und aufwendige, großformatige Einzelblätter“ hinterlassen.

Erinnerungen an einen beeindruckenden Radierer

Jürgen M. Pietsch von der akanthus galerie beschäftigte sich anlässlich einer Gerenot-Richter-Ausstellung 1997 in Greiz bereits ausführlich mit dem Werk des Künstlers. Die geheimnisvollen und an Metaphern reichen Blätter des 1991 in Berlin verstorbenen Grafikers und Hochschullehrers sind ihm „unvergessen geblieben“. Mit seiner Ausstellung möchte er „an den bedeutenden Radierer erinnern“.

Die Besucher haben die Möglichkeit, ihre Sammlung durch ausgewählte Arbeiten von Gerenot Richter zu ergänzen. Für eine Begegnung mit seinen Miniaturen empfiehlt sich das Mitbringen einer Lupe. Die Ausstellung mit Werken von Hartmut Piniek und Gerenot Richter läuft bis zum 22. November 2025.

Die Zitate im Text wurden der Ankündigung zur Ausstellung von Jürgen M. Pietsch, akanthus galerie im westwerk, entnommen.

Hartmut Piniek
o.T. (wz 1370)
2022
Acryl auf Leinwand
80 x 100 cm
Gerenot Richter
WV II-263 Gleichnis III (Eustachius)
1987
Radierung und Aquatinta
50 x 65 cm

akanthus galerie im westwerk
Raum 2, Neubau
Karl-Heine-Straße 89 | 04229 Leipzig

Exponate der Ausstellung in der Galerie Akanthus 2025 (alle genannten Werke können käuflich in der Galerie erworben werden.

WV II-048 Wegzeichen, Kaltnadel
WV II-051 Kleine terra mater, Radierung und Aquatinta
WV II-064 Strandläufer IV, Radierung und Aquatinta
WV II-085 Usadel I, Radierung und Aquatinta
WV II-087 Usadel III, Radierung und Aquatinta
WV II-100 Fragmente (Zusammendruck), Radierung
WV II-192 Ging heut’ morgen übers Feld, Radierung
WV II-192 Ging heut’ morgen übers Feld, Radierung und Aquatinta
WV II-215 Gruß aus Berlin, Radierung und Aquatinta
WV II-207 für M. S., Kaltnadel
WV II-222 Gleichnis II (Die Blinden), Radierung und Aquatinta, 1. Fassung
WV II-245 Manneken Pis, Kaltnadel
WV II-256 Gemäuer, Kaltnadel
WV II-263 Gleichnis III (Eustachius), Radierung
WV II-282 Begegnung (Bremer Iris), Radierung
WV II-304 Herbstlicht, Radierung und Aquatinta

Bei der Sichtung des künstlerischen Nachlasses von Gerenot Richter im Zuge unserer Vorbereitungen für eine Reihe von Ausstellungen zum 100. Geburtstag des Künstlers dürfen die Ausstellungsplakte nicht fehlen.

Eine kleine Auswahl präsentieren wir an dieser Stelle.

Künstlerplakate im Archiv Stiftung Stadtmuseum

Künstlerplakat Deutsche Bücherstube mit Grafik Mannecken Pis (WV II-245)
[Archiv-Numer 27]

Künstlerplakat Galerie Gallus Frankfurt (Oder) mit Unter Bäumen III (WV II-217)
[Archiv-Numer 28]

Künstlerplakat Galerie am Boulevard Rostock mit D 1500 Das Meerwunder (WV II-213)
[Archiv-Numer 29]

Künstlerplakat Galerie Schmidt-Rottluff Karl-Marx-Stadt mit Burgk I (WV II-155)
[Archiv-Numer 30]

Sonntag, 17.11.2024, ab 11 Uhr 

(Ende ca. 18 Uhr)


Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin (am Gendarmenmarkt)

Die Auktion beginnt pünktlich um 11 Uhr vormittags, eine Kaffeepause ist gegen 14 Uhr geplant (nach Katalognummer 316).

Folgende Arbeiten von Gerenot Richter können ersteigert werden:

Alle Informationen zur Auktion finden Sie unter diesem Link

Verkaufs-Ausstellung vom 6. Juli bis 31. August 2024 in der Galerie der Berliner Graphikpresse

Herzliche Einladung zur Eröffnung der diesjährigen Sommerausstellung in der Galerie der Berliner Graphikpresse unter dem Thema „Berlin im Blick – Künstler sehen ihre Stadt“ 

Arbeiten von Monika Meiser, Klaus Roenspieß, Anke Rische, Ursula Strozynski, Susanne Schüffel, Max Uhlig, Manfred Pietsch, Gerenot Richter, Arno Mohr, Manfred Butzmann, Antje Fretwurst-Colberg, Klaus Magnus

Vernissage am 6. Juli 2024 von 11 bis 14 Uhr bei Kunst & Sekt in der Galerie sowie Kaffee & Kuchen im Garten.

Exponate Gerenot Richter

Handzeichnungen außerhalb Werkverzeichnis

III Baustelle Marx-Engels-Platz, Feder/Tusche in Blau, 1967, 375 x 475 [nicht im WV]
III Nikolaikirche Feder/Tusche in Blau, 1967, 380 x 475 [nicht im WV]
III Rund um den Fernsehturm (Blick aus der Burgstraße), Feder, Pinsel/Tusche, 1969, 420 x 490 [nicht im WV]
III Aufbau Berliner Stadtzentrum (Blick von der Prenzlauer Allee), Feder/Tusche, 1969, 420 x 495 [nicht im WV]

Hochdrucke

I-05 Spreebrücke
I-14 Hinter der Karl-Marx-Allee

Tiefdrucke

II-003 Friedrichshain
II-018 Baustelle am Marx-Engels-Platz
II-083 Museumsinsel *
II-194 Spreeathen (I) *
II-240 Spreeathen (II)
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-215 Gruß aus Berlin
II-223 Berliner Mahnmal *
II-242 Drei Grazien *
II 261 Die neue Friedrichsbrücke (II) *

[* eingetragen ins Nachlassverzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]

Übersicht der im Rahmen der Ausstellung zu erwerbenden Arbeiten von Gerenot Richter:

Katalog Galerie Berliner Graphikpresse Seite 31
Katalog Galerie Berliner Graphikpresse Seite 32
Katalog der Galerie Berliner Graphikpresse Seite 33
Katalog Galerie Berliner Graphikpresse Seite 34
Katalog Galerie Berliner Graphikpresse Seite 35
Katalog Galerie Berliner Graphikpresse Seite 36
Infos zu weiteren Künstlern, die in der Ausstellung zu sehen sind

Sabine Ulber
Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25
12524 Berlin
Fon (030) 420 124 40 / Fax: (030) 499 620 56

www.galerie-berliner-graphikpresse.de

Visualisierung des Ungesagten und oft Unsagbaren

Ausstellung vom 25.02.2024 bis 12.05.2024
im Schloss Biesdorf

Alt-Biesdorf 55
12683 Berlin
Fon: 030516567790
www.schlossbiesdorf.de

Vernissage am 25.02.2024 von 18 bis 21 Uhr

Mit Arbeiten von Lara Azul, GODSDOGS, Thomas Klingenstein, Cornelia Renz, Gerenot Richter und Saralisa Volm.

Exponate Gerenot Richter

II-188 Gleichnis I
II-210 Der ungetreue Hirt
II-222 Gleichnis II (Die Blinden)
II-263 Gleichnis III (Eustachius)
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-142 Nach dem Sturm V
II-153 Nach dem Sturm VI

Die Ausstellung Traum[a]land lädt ein zu einer Reise in das Unterbewusste. Dem in der letzten Zeit oft inflationär gebrauchten Traumabegriff stellt wird eine poetische Visualisierung des Ungesagten und oft Unsagbaren gegenübergstellt.

Die Besucher:innen von Traum[a]land erwartet eine surreale Welt zwischen Traum und Trauma – eingefangen in einer multimediale Landschaft mit hängenden Skulpturen, hinterleuchteten Bannern, begehbaren Installationen, Videos, Malerei, Radierungen und Fotografien.

Traum[a]land wird kuratiert von Dr. des. Anne Simone Kiesiel und Lea Heine

Gerenot Richter | Ausstellungsraum im Schloss Biesdorf

Einladung zum Stöbern

Seit Ende 2023 können Druckgrafiken und Handzeichnungen von Gerenot Richter im Portal Grafikliebehaber erworben werden. Im Laufe des Jahres 2024 wird der Bestand in diesem Portal um zahlreiche Werke des Künstlers erweitert. Es lohnt sich, hier länger zu stöbern und öfter vorbei zu schauen.

Verantwortet wird das Portal von der Galerie Himmel aus Dresden.

Galerie Himmel
Obergraben 8
01097 Dresden

Telefon +49 (0)351 4843578
Fax +49 (0)351 4843859
email@galerie-himmel.de

Das Portal Grafikliebhaber erreichen Sie auch über die Website der Galerie Himmel. Um zu der Übersicht über Gerenot Richter zu gelangen, geben Sie bitte den Namen im obersten Feld der Suche ein und nicht unter Details.


Gerenot Richter – Nichts für Ungeduldige und Kurzsichtige

Kunstsammlung Gera | Otto-Dix-Haus

Ausstellung vom 12. Dezember 2023 bis 26. Mai 2024


Tiefdrucke

II-074 Alte Zähne im Tagebau *
II-105 Das Neugeborene-Hommage zum Jahr des Kindes *

Aus der Folge nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I *
II-141 Nach dem Sturm III *
II-142 Nach dem Sturm V *
II-153 Nach dem Sturm VI *

Burgker Miniaturen I - V *
[als Zusammendruck von II-147 bis II-151 unter dem Titel „Schloß Burgk“]

II-158 Frühling mit A.D. *
II-188 Gleichnis I *
II-192 Ging heut morgen übers Feld" (Gustav Mahler 1884) *
II-201 Ausgedient I (Tagebau)
II-206 Ausgedient II [inklusive der Druckplatte zu Ausgedient II] *
II-209 Sommer mit M.S. *
II-252 Heller Morgen
II-304 Herbstlicht (für Ingeborg) *

Handzeichnungen

III-009 Förderbrücke
III-114 Bauminsel bei Milkel
III-088 Zugbrücke, Schloß Burgk – Wehrgang mit Brücke
III-087 Wehrgang, Schloß Burgk
III-094 Jüdischer Friedhof

[* aufgenommen in Nachlassverzeichnis Private Künsternachlässe Brandenburg]

Gerenot Richter im Otto-Dix-Haus in Gera

Lesen Sie hier einen Auszug aus der Ankündigung zur Ausstellung:

«Gerenot Richter war ein wahrer Meister des Tiefdrucks, mit Akribie lotete er die Wirkung der verschiedenen technischen Varianten – Radierung, Aquatinta, Kaltnadel, Flächen- und Strichätzung – aus. Die präzisen Linien und Flächen seiner Druckgrafiken lassen Strukturen von fast haptischer Textur erstehen, welche die überquellend-wuchernde Detailfreude des Künstlers bezeugen.

Seine Bildfindungen sind stets an der Natur orientiert und dem Gegenstand verhaftet. Gleichzeitig verwob er in ihnen häufig kunsthistorische Zitate von ihm verehrter Meister – neben Albrecht Dürer oder Pieter Breughel unter anderem auch von Otto Dix. Diese raffinierten Kompositionen mit ihren metaphorischen oder allegorischen Anspielungen erschaffen weitere Bildebenen, die es zu entdecken gilt. Richters Arbeiten kreisen um Werden und Vergehen, Endlichkeit und Zeitlosigkeit, die Gefährdung der Natur und die Verantwortung des Menschen. Dies kommt insbesondere in der Serie „Nach dem Sturm“ zum Ausdruck, die angesichts der bedrohlicher werdenden Klimakrise aktueller denn je wirkt.

Diese Ausstellung präsentiert neben einer Auswahl von Werken aus dem Bestand der Kunstsammlung Handzeichnungen und Druckgrafiken, die die Familie Richter der Kunstsammlung Gera 2023 großzügigerweise übereignete.«

Die Ausstellung kann vom 12.12.2023 bis zum 26.05.2024 besucht werden.

Kunstsammlung / Otto-Dix-Haus
Mohrenplatz 4
07548 Gera

Die Sammlung im Otto-Dix-Haus Gera

Das Otto-Dix-Haus in Gera

Kritik zur Ausstellung aus der Ostthüringer Zeitung Ausgabe Nr. 289


Wanderausstellung im Bürgerzentrum Herzberg

Am 6. Dezember 2023 um 10 Uhr öffnet die Wanderausstellung des Vereins Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e.V. im Bürgerzentrum Herzberg ihre Pforten. Sie ist bereits seit 2019 im Land Brandenburg unterwegs und wird bisweilen von Werken eines Künstlers der Region begleitet, dessen Verzeichnis sich bereits in der Online-Datenbank des Vereins befindet.

Im Jahr 2024 wird die Jahresausstellung im Potsdamer Landtag mit dem Titel: „(K)ein Kernbestandsdepot für Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ gezeigt. Der Verein will damit deutlich machen, dass es ihm nicht allein um die Bewahrung der regionalen Kunst als digital verfügbare Datenbank geht. Mit einem Kernbestandsdepot sollen darüber hinaus die wichtigsten Werke von regionalen Künstlern für spätere Generationen bewahrt bleiben.

Ausstellungsort: Bürgerzentrum Herzberg, Uferstraße 6 in 04916 Herzberg (Elster)

Seit 2015 wurde vom Verein schon viel geleistet

Die Arbeit von Künstlernachlässe e.V. begann im Februar 2015. Inzwischen gehören zum Verein 57 aktive Mitglieder sowie ein Ehrenmitglied. In der Online-Datenbank des Vereins befinden sich laut Angaben auf der Website inzwischen 32 Nachlass- und Werkverzeichnisse von 29 Künstlern.

Dieses Ergebnis ist vor allem den beiden Fachberatern des Vereins, Dr. Liane Burkhardt und Thomas Kumlehn, zu verdanken. Einen wichtigen Beitrag leisten zudem die Jahres-Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) – seit 2016 bewilligt – und private Spender.

Zum Erhalt und zur Pflege des künstlerischen Nachlasses von Gerenot Richter hat sich die Familie des Künstlers entschlossen, 2023 dem Verein beizutreten. Im kommenden Jahr wird sie ein „Nachlassverzeichnis Druckgrafik und Handzeichnungen“ zu Gerenot Richter erstellen und in die Datenbank des Vereins eintragen.


Verein Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e.V.
Charlottenstr. 121 | D - 14467 Potsdam
Mitglied im Bundesverband Künstlernachlässe e.V. sowie Mitglied im Museumsverband Land Brandenburg


Am Sonntag, den 12. November 2023 von 11 bis 17 Uhr mit Bildender Kunst aus der DDR und Ostdeutschland

Veranstaltungsort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin (am Gendarmenmarkt)

Vorbesichtigung:
24.10. bis 10.11.2023 in der Galerie der Berliner Graphikpresse, Am Falkenberg 25, 12524 Berlin
Öffnungszeiten:
Dienstag: 14:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch: 13:00 – 18:30 Uhr
Donnerstag: 13:00 – 18:30 Uhr
Freitag: 14:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 28.10.2023: 13:00 – 18:30 Uhr
Sonntag, 29.10.2023: 10:00 – 15:00 Uhr

Informationen für Bieter finden Sie hier.

Folgende Werke von Gerenot Richter können von der Berliner Graphikpresse erworben werden:

Burgk IV (Wehrgang)
Gleichnis II (Die Blinden)
Die neue Friedrichsbrücke (II)
Parkmauer
Torsi im Stadtpark
Torso (Buhnen), Auswahl aus insgesamt 12 Torsi im Zusammendruck

Nummer im Online-Katalog: 392 (verkauft)
Burgk IV (Wehrgang)
Radierung, Aquatinta, 1982, 202 x 286, sign., dat., bez. (H.c.), betitelt.
WV E. Richter II-166.
(7032) 150,00 €

Nummer im Online-Katalog: 393 (verkauft)
Zwölf Torsi
Zusammendruck von zwölf Radierplatten, 1982 / 1983, 240 x 155 (gesamte Darstellung), sign., dat. (82/83), num. (III/V), betitelt. Unter Passepartout montiert.
WV E. Richter II-172-176 und II 179-185.
Aufwendiger Druck in sehr gutem Zustand.
(5511) 140,00 €

Nummer im Online-Katalog: 394 (verkauft)
Gleichnis II (Die Blinden)
Radierung in Braunschwarz, Aquatinta auf Hahnemühle-Bütten, 1985, 483 x 632, sign., dat., num. (1/10), betitelt.
WV E. Richter II-222.
Erster Zustand dieser opulenten Radierung mit größerer Frauengruppe (im Vergleich zur späteren Fassung) hervorragend erhalten.
(7032) 500,00 €

Nummer im Online-Katalog: 395 (verkauft)
Die neue Friedrichsbrücke (II)
Radierung, Aquatinta, 1987, 210 x 241 (Papierformat: 500 x 378), sign., dat., num. (1/20), verso: Nachlassstempel.
WV E. Richter II-261.
(7032) 210,00 €

Nummer im Online-Katalog: 396 (verkauft)
Parkmauer
Kaltnadel, 1988, 140 x 210 (Papierformat: 495 x 380), sign., dat., num. (III/V), betitelt, verso: Nachlassstempel.
WV E. Richter II-294.
(7032) 110,00 €

Nummer im Online-Katalog: 396 (aktuell noch im Nachverkauf erhältlich)
Torsi im Stadtpark
Kaltnadel, 1988, 150 x 205 (Papierformat: 503 x 378), sign., dat., num. (IV/VI), betitelt, verso: Nachlassstempel.
WV E. Richter II-289.
(7032) 80,00 €

Anlässlich der Versteigerung ist ein Online Katalog erschienen.

Hinweis: Die Künstlersuche in der Datei funktioniert nur, wenn man den Nachnamen zuerst angibt. 

Kontakt:

Sabine Ulber
Galerie der Berliner Graphikpresse
Am Falkenberg 25
12524 Berlin

Fon: 030 420 124 40
Fax: 030 499 620 56

Im Juli 2023 konnte mit der Kunstsammlung Gera eine Schenkungsvereinbarung über 24 Werke von Gerenot Richter geschlossen werden. Mit der Schenkung wird der Bestand von bisher 10 Arbeiten – sechs Handzeichnungen und vier Radierungen – die die Stadt Gera in den 1980er Jahren vom Künstler erworben hatte, großzügig ergänzt.

Neben der vollständigen „Sturmreihe“ (I bis VI) übergab die Familie des Künstlers z.B. „Gleichnis I“, „Ausgedient I und II“, „Sommer mit M.S.“, „Heller Morgen“, „Spanien 75“, „Winter in Thüringen“ und „Alte Zähne im Tagebau“ in den Bestand der Kunstsammlung.

Zusätzlich zu den Radierungen ist die Kunstsammlung Gera nun im Besitz der Druckplatte zu „Ausgedient II“. Zur Schenkung gehören außerdem die Handzeichnungen „Förderbrücke“ und „Bauminsel“.

Aktuell ist im Otto-Dix-Haus in Gera eine Austellung mit Werken von Gerenot Richter in Vorbereitung. Die Eröffnung ist für den 12. Dezember 2023 geplant.

Titelbild: WV II-053 Spanien '75, 1976


Grafische Mappenwerke aus der DDR

Eine Ausstellung an drei Orten

Revolutionen! Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt,
03.06.2023 - 08.10.2023
Prometheus und Co. BLMK Cottbus, 04.06. - 20.08.2023
Zwischen Arkadien und Wohngebiet BLMK Frankfurt (Oder), 04.06. - 20.08.2023

Exponate von Gerenot Richter

Aus der Folge: „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist“ – Jewgeni Jewtuschenko
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst und das Kunstarchiv Beeskow stellen im BLMK Cottbus, im Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt und im BLMK Frankfurt (Oder) grafische Mappen aus der DDR vor. Als Ausgangsbasis dienen die Bestände von über 320 Mappen des BLMK bzw. des Kunstarchivs Beeskow. In Cottbus widmet man sich der Literatur und in Eisenhüttenstadt geht es um Revolutionen. Der Beitrag in Frankfurt (Oder) erkundet die Vielgestaltigkeit der Landschaftsansichten.

Auch in der Kunst existiert die Vorstellung von der Landschaft als ein kulturelles und sozial-historisch geschaffenes Konstrukt. Sei es die Meeresansicht oder der Blick auf eine Stadt, immer schwingen die Projektionen seitens der Künstler und Künstlerinnen – indirekt sind es die bestimmter Gesellschaftsschichten – mit. Symbolisches und Metaphorisches können erscheinen und die unterschiedlichen Landschaftsinterpretationen betonen die subjektive Sicht auf das Außen.

In den 22 Mappen finden wir die traditionellen Landschaftskategorien wie etwa Stadt-, Gebirgs- und Dorflandschaft, See- und Waldstück, die Industrieansicht, Sehnsuchts-Denk- und Seelenlandschaft wieder. Sie zeigen sich, je nach Eigenarten der etwa 60 Künstlerinnen bzw. Künstler und ihren circa 180 Arbeiten, stilistisch höchst differenziert und eindringlich: Realistisches, Idealistisches, Expressives, Introspektives, Figuratives, Surreales, Abstraktes, Impressives, Zeichenhaftes und Skripturales prägen u. a. die künstlerischen Handschriften.

Die verwendeten druckgrafischen Techniken sind in den Spektren des Hochdruckes (u. a. Holzschnitt, Linolschnitt), des Tiefdruckes (u. a. Radierung, Kupferstich) und des Flachdruckes (z. B. Lithografie) zu verorten. Der Siebdruck (Durchdruck) sowie die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten des Offsetdruckes kommen ebenso vor.

Manchmal sind die Mappen oder Schuber typografisch und buchbinderisch aufwändig bis luxuriös gestaltet – gleichwohl sind einige äußerst schlicht gearbeitet – historisch geschaffenes Konstrukt.

Alle vorgestellten Werke entstanden im Zeitraum von 1947 bis 1991 / 1992. Sie können „nur“ von einem Künstler stammen oder von mehreren, die sich je einem Thema oder einer topografischen Situation zuwenden. Eine sich daraus ergebende Motivvielfalt ist ebenso zu beobachten wie ein breit gefächertes Themenangebot. Spannungsbögen zwischen Krieg und Frieden, Apokalypse und Paradies, Fern- und Heimweh, Ideal und konkrete Örtlichkeit sind zu erahnen.

Die Ausstellung ist in folgende Kapitel unterteilt: „Prolog“, „Profanes“ und „Pathos“, „Sehnsuchtslandschaften?“, „Wohngebiet“, „Denk und Seelenlandschaften“, „Arkadien?“ und „Epilog“.

Der Berliner Gerenot Richter (mit zwei anderen Künstlern vertreten im Kapitel „Epilog“, Anmerkung der Redaktion) nähert sich der Landschaft mit dem Blick des altmeisterlich arbeitenden Grafikers. Er entdeckt vor allem mittels der Radierung mehr als nur die Augenblicklichkeit in der Natur. Richter vernimmt etwas Gleichnishaftes und Geheimnisvolles, etwas was uns mit vorangegangen Zeitläufen und Kunstwerken in Verbindung bringt. In den Radierungen „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist“ gab ihm die Lyrik des russischen Dichters Jewgeni Jewtuschenko Anregungen.

Text: Armin Hauer, Kustos Sammlung Druckgrafik, Skulptur,
Stellvertretender Direktor Frankfurt (Oder), Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)

Die in der Ausstellung gezeigten Grafiken von Gerenot Richter entstammen einer Schenkung der Witwe des Künstlers aus dem Jahr 2022.

Zwischen Arkadien und Wohngebiet
BLMK Rathaushalle 
Marktplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder)

Ausstellung
vom 04.06. bis 20.08.2023

Grafische Mappenwerke  aus der DDR – Zwischen Arkadien und Wohngebiet

Eine Ausstellung mit Werken von Gerhard Altenbourg, Sigrid Artes, Wolfgang E. Biedermann, Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Klaus Drechsler, Andreas Dress, Wieland Förster, Erich Franke, Dietrich Fröhner, Roland Ginsky. Dieter Goltzsche, Willi Günther, Klaus Hardert, Martin Hoffmann, Joseph W. Huber, Günther Huniat, Gerhard Klampäckel, Gregor-Torsten Kozik, Sabine Kutsche, Walter Lauche, Wolfgang Leber, Rolf Lindemann, Klaus Magnus, Otto Möhwald, Michael Morgner, Rolf Münzner, Klaus Neubauer, Wolfgang Pertrovsky, Uwe Pfeifer, Mario Prokop, Nuria Quevedo, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Gerenot Richter, Wilhelm Rudolph, Peter Schnürpel, Gerhard Schwarz, Elfriede Seibt, Lothar Sell, Gerald Sippel, Erika Stürmer-Alex, Peter Sylvester, Aini Teufel, Max Uhlig, Frank Voigt, Christine Wahl, Matthias Wegehaupt, Claus Weidensdorfer, Berndt Wilde, Reinhard Zabka, Baldwin Zettl u. a.