Aus dem Katalogtext von Gisold Lammel, 1981:
Viele der ausgestellten Arbeiten wurden durch Handzeichnungen vorbereitet. Allerdings übertrug Richter sie niemals unverändert auf die Druckplatte, denn er braucht Variationsmöglichkeiten, die Freiheit zum Fabulieren. Gern folgt er augenblicklichen Intentionen, und häufig bezieht er Zufallswerte in Bildlösungen ein. Es gibt eine ganze Reihe von Arbeiten von seiner Hand, deren Ausgangspunkt zufällige Ärztspuren auf dem Metall waren, die dann fantasievoll gedeutet und gestaltet wurden. Ebenso fasziniert ihn die Mehrdeutigkeit von Formen, die Vermenschlichung der Landschaft und Verlandschaftlichung des Menschen im Bild. Das lassen sich hügelige Wiesen und Felder als Frauenakte deuten, da blickt aus einem knorrigen Stamm oder einem zerfurchten Gestein ein Gesicht. Und auch Bildzitate werden von ihm mitunter so eingefügt, dass sie mehrfache Deutung zulassen. So erscheint auf der Radierung Melencolia der reich drapierte Schoß der Melancholie des Dürerschen Meisterstichs (1514) als Steilküste, die zugleich an verhängte Landschaften des in den USA lebenden Javacheff Christo erinnert.


Folge Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-068 Rügen ’74 (Putbus)
II-047 Erinnerung an L.
II-050 Die Höhle (vormals: o.T.)
II-051 Kleine terra mater (vormals: o.T.)
II-055 Stilleben vor Landschaft (vormals: o.T. bzw. Aktlandschaft mit Laterne))
Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI
II-067 Für Ludwig
II-072 Fossile Braunkohle
II-073 Hochkippe am Tagebausee
II-080 Eva und Adam
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag
II-082 Winter in Thüringen (vormals: Zum 6. 4. 1978)
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis
Folge Usadel
II-085 Usadel I
II-086 Usadel II
II-087 Usadel III
II-088 Usadel IV
II-089 Amaryllis
II-091 Pablo im Darß
II-092 Unter hohem Himmel
II-093 Acis und Galatea (nach Claude Lorrain)
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-095 Die Wolke
II-098 Rast
II-100 Fragmente
II-102 Im Schloßgarten
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes
II-107 Mondnacht I
II-108 Das Kind
II-114 Am Feldrain
5 Miniaturen 1979*
II-101 Frau im Wind
II-103 Die Versuchung
II-104 Die Säule
II-112 Liebespaar
II-113 Bojen
Folge Verletzte Bäume I - VI
II-115 Gestutzt
II-116 Geborsten
II-117 Verbogen
II-118 Geköpft
II-119 Abgefressen
II-120 Vernarbt
Folge Friedliche Landschaften I - VI
II-121 Friedliche Landschaft I (Pferde)
II-122 Friedliche Landschaft II (Steg)
II-123 Friedliche Landschaft III (Reiher)
II-124 Friedliche Landschaft IV (Hasen)
II-125 Friedliche Landschaft V (Haus)
II-126 Friedliche Landschaft VI (Hohlweg)
II-130 Vaters Uhr – 6 Steine
II-134 Mondnacht II
5 Miniaturen 1980*
II-127 Merkwürdige Gestalten
II-128 Weg zum Meer
II-135 Die Rast
II-136 Schnett
II-137 Landschaft mit Weide
II-139 Badende
4 Miniaturen 1981*
II-143 Gebirge
II-144 Bodden
II-145 Kleine Brücke
II-146 Wald
Aus der Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-142 Nach dem Sturm V
*Da der Künstler 1981 noch kein verbindliches Werkverzeichnis erstellt hatte, sind die Angaben zu den hier gelisteten Miniaturen zum Teil nicht eindeutig zuzuordnen.
[Nr. der Exponatliste im Archiv VL 132]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
Aus der Folge Strandläufer I - VII
II-062 Strandläufer II
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI
II-138 Strandläufer VII
II-072 Fossile Braunkohle
II-073 Hochkippe am Tagebausee
Aus der Folge Dürers 450. Todestag
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag
II-082 Winter in Thüringen
II-083 Museumsinsel
Aus der Folge Usadel
II-085 Usadel I
II-086 Usadel II
II-087 Usadel III
II-089 Amaryllis
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-100 Fragmente
II-102 Im Schlossgarten
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes
II-107 Mondnacht I
II-114 Am Feldrain
Folge Verletzte Bäume
(als Zusammendruck von 6 Platten)
II-115 Gestutzt – Verletzte Bäume I (vormals Vogelbaum)
II-116 Geborsten – Verletzte Bäume II
II-117 Verbogen – Verletzte Bäume III
II-118 Geköpft – Verletzte Bäume IV
II-119 Abgefressen – Verletzte Bäume V
II-120 Vernarbt – Verletzte Bäume VI
Folge Friedliche Landschaften
(als Zusammendruck von 6 Platten)
II-121 Friedliche Landschaft I (Pferde)
II-122 Friedliche Landschaft II (Steg)
II-123 Friedliche Landschaft III (Reiher)
II-124 Friedliche Landschaft IV (Hasen)
II-125 Friedliche Landschaft V (Haus)
II-126 Friedliche Landschaft VI (Hohlweg)
II-130 Vaters Uhr – 6 Steine
II-134 Mondnacht II
II-135 Die Rast
Aus der Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-142 Nach dem Sturm V
II-143 Gebirge
II-144 Bodden
II-145 Kleine Brücke (vormals Die Brücke)
II-146 Wald
Folge Burgker Miniaturen
(als Zusammendruck von 5 Platten unter dem Titel „Schloß Burgk“)
II-147 Burgker Miniaturen I (Saalebrücke)
II-148 Burgker Miniaturen II (Weg zum Schloß)
II-149 Burgker Miniaturen III Schloßbrücke)
II-150 Burgker Miniaturen IV (Wehrgang)
II-151 Burgker Miniaturen V (Zugbrücke)
[Nr. der Exponatliste im Archiv: VL-127]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-050 Die Höhle
II-056 Nowgorod
Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI
II-138 Strandläufer VII
II-072 Fossile Braunkohle
II-073 Hochkippe am Tagebausee
Folge Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
II-082 Winter in Thüringen
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis
Aus der Folge Usadel
II-085 Usadel I
II-086 Usadel II
II-087 Usadel III
II-091 Pablo im Darß
II-093 Acis und Galathea (nach Claude Lorrain)
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-102 Im Schloßgarten
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes
II-106 Bäume am Hang
II-114 Am Feldrain
Folge Verletzte Bäume
(als Einzeldrucke)
II-115 Gestutzt – Verletzte Bäume I
II-116 Geborsten – Verletzte Bäume II
II-117 Verbogen – Verletzte Bäume III
II-118 Geköpft – Verletzte Bäume IV
II-119 Abgefressen – Verletzte Bäume V
II-120 Vernarbt – Verletzte Bäume VI
Aus der Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-137 Landschaft mit Weide
II-139 Badende (Abbildung zu diesem Beitrag)
Burgker Miniaturen
als Zusammendruck von 5 Platten unter dem Titel „Schloß Burgk“
II-147 Burgker Miniaturen I (Saalebrücke)
II-148 Burgker Miniaturen II (Weg zum Schloß)
II-149 Burgker Miniaturen III Schloßbrücke)
II-150 Burgker Miniaturen IV (Wehrgang)
II-151 Burgker Miniaturen V (Zugbrücke)
[Nr. der Exponatliste im Archiv: VL-126]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
Da ist einer, der gibt einem etwas zum Schauen und Denken. Uralter Sinn der bildenden Kunst, nicht veraltet in unseren Tagen. Er verlangt ein demütiges und fleißiges Auge.
Er erzieht es beim Betrachter – ist er doch seit über dreißig Jahren Erzieher. Die Gegenstände und Formen in seinen Blättern begegnen einander in scharfen Kontrasten: Natur und Menschenwerk. Fantastik und Präzision, Kunstgeschichte und Modernität, Ferne und Nähe (wie unter der Lupe), Licht und Dunkel, erstarrter Tod und wucherndes Wachstum.
Staunenswert, wie daraus Harmonien werden, weite Bildräume, in denen man, trotz Gefahren und Abenteuern, nicht untergeht. Wohl deshalb, weil alles mit Liebe gemacht ist, einer tiefen, vertrauensvollen Liebe zur Natur, zu den Menschen, zu den Dingen und Künsten. Diese Freundlichkeit Gerenot Richters zu uns und unserer Welt sollte uns mindestens so wertvoll sein wie die Meisterlichkeit seiner Gestaltung.
Abbildung: Gerenot Richter, WV II-138 Strandläufer VII, 1981, Radierung und Aquatinta, 24,5 x 31,5 cm
Text: Peter H. Feist zu einer Ausstellung im Jahr 1981
Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-068 Rügen ’74 (Putbus)
II-035 Budapest
II-047 Erinnerung an L.
II-050 Die Höhle
II-051 Kleine terra mater
II-055 Stilleben vor Landschaft (vormals Aktlandschaft mit Laterne)
II-056 Nowgorod
II-060 Am Ball bleiben – Putbus (vormals Der Ball)
Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI
II-138 Strandläufer VII
II-067 für Ludwig
II-072 Fossile Braunkohle (vormals Tagebau II)
II-073 Hochkippe am Tagebausee ( vormals Tagebau I)
Folge Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
II-080 Eva und Adam
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag (vormals Am Bodden bei Niehagen)
II-082 Winter in Thüringen
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis (vormals Versteinerungen)
Folge Usadel
II-085 Usadel I
II-086 Usadel II
II-087 Usadel III
II-088 Usadel IV
II-089 Amaryllis
II-091 Pablo im Darß
II-092 Unter hohem Himmel
II-093 Acis und Galatea (nach Claude Lorrain)
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-095 Die Wolke
II-097 Erschöpft
II-099 dulce est ...
II-100 Fragmente
II-101 Frau im Wind (vormals Windsbraut)
II-102 Im Schloßgarten (vormals Liebespaar im Schloßgarten)
II-104 Die Säule
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes
II-106 Bäume am Hang
II-107 Mondnacht I
II-108 Das Kind
II-109 Finken / Röbel
II-110 Friedhofslinde auf Rügen
II-111 Drei Elemente
II-112 Liebespaar
II-113 Bojen
Folge Verletzte Bäume
[als Zusammendruck von 6 Platten]
II-115 Gestutzt
II-116 Geborsten
II-117 Verbogen
II-118 Geköpft
II-119 Abgefressen
II-120 Vernarbt
Folge Friedliche Landschaften
[als Zusammendruck von 6 Platten]
II-121 Friedliche Landschaft I (Pferde)
II-122 Friedliche Landschaft II (Steg)
II-123 Friedliche Landschaft III (Reiher)
II-124 Friedliche Landschaft IV (Hasen)
II-125 Friedliche Landschaft V (Haus)
II-126 Friedliche Landschaft VI (Hohlweg)
II-12.. Zwei friedliche Landschaften (Zusammendruck)
II-127 Merkwürdige Gestalten
II-128 Weg zum Meer
II-129 Waldsee
II-130 Vaters Uhr – 6 Steine
II-134 Mondnacht II
II-135 Die Rast
II-136 Schnett (vormals Landschaft bei Schnett)
II-137 Landschaft mit Weide
Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I (Hochwald)
II-132 Nach dem Sturm II (Allee)
II-140 Nach dem Sturm III (Baumriesen)
II-139 Badende
II-143 Gebirge (vormals Kleine Gebirgslandschaft)
II-143 + II-152 Zwei Felslandschaften
[Zusammendruck]
II-144 Bodden
II-145 Kleine Brücke (vormals Die Brücke)
II-146 Wald
III-043 Fischerbastei, Rostock
III-044 Bootsschuppen (Ückermünde)
III-048 Usadel
III-051 Graphische Übung (Finken) (vormals Landschaft bei Finken)
III-054 Schnett I
III-056 Schortetal
III-058 Plastische Formen
III-059 Straße mit Obstbäumen (Schnett)
III-060 Bei Ilmenau
III-061 Biberau
III-065 Paulinzella
III-068 Hochwald nach dem Sturm (vormals Windbruch im Hochwald)
III-069 Straße nach Petersdorf (Nordhausen)
III-070 Stadtpark nach dem Sturm
III-072 Straße nach Netzkater
III-074 Park Hohenrode, Pavillon (Nordhausen)
III-075 Entwurzelte Buche (Nordhausen, Gehege)
Usadel, Bleistift (1978)
Schnett, Graphit (1979)
Schnett, Graphit (1979)
Großformatige Demonstrationsblätter zur Dokumentation verschiedener Zustände von
II-085 Usadel I
4 Radierungen (1978)
II-143 Gebirge (vormals Kleine Gebirgslandschaft)
6 Radierungen (1981)
[Nr. der Exponatliste im Archiv: VL-120]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
II-024 Jungfrauenkloster II
II-032 Brücke im Schnee II
II-034 Bautzen
II-035 Budapest
II-037 Stilleben am Grubenrand
Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-068 Rügen ’74 (Putbus)
II-047 Erinnerung an L.
II-048 Wegzeichen – 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges
II-050 Die Höhle
II-051 Kleine terra mater
II-053 Spanien ’75
II-055 Stilleben vor Landschaft (vormals Aktlandschaft mit Laterne)
II-056 Nowgorod
II-057 Tagebausee – Duo
II-060 Am Ball bleiben – Putbus (vormals Der Ball)
Aus der Folge Strandläufer I - VII
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI
Folge Tagebau I - III
II-072 Fossile Braunkohle
II-073 Hochkippe am Tagebausee
II-074 Alte Zähne im Tagebau
Folge Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
II-080 Eva und Adam
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag
II-082 Winter in Thüringen (Zum 6. 4. 78)
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis 1 Radierung + 1 Aquatinta
Folge Usadel
II-085 Usadel I + 1 Farbradierung
II-086 Usadel II + 1 Farbradierung
II-087 Usadel III + 1 Farbradierung
II-088 Usadel IV
II-089 Amaryllis
II-091 Pablo im Darß (vorher: Liebe im Oval)
II-092 Unter hohem Himmel
II-093 Acis und Galathea (nach Claude Lorrain)
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-096 Schwellen im Tagebau (vormals Tagebau Bärwalde)
II-097 Erschöpft
II-099 dulce est ...
II-100 Fragmente
II-101 Frau im Wind (vormals Windsbraut)
II-102 Im Schloßgarten (vormals Liebespaar im Schloßgarten)
II-104 Die Säule
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes + 1 Farbradierung
II-106 Bäume am Hang
II-107 Mondnacht I
II-108 Das Kind
II-109 Finken/Röbel
II-110 Friedhofslinde auf Rügen
II-111 Drei Elemente
II-113 Bojen (vormals Bojen auf Rügen)
II-114 Am Feldrain
Folge Verletzte Bäume I - VI
(hier sowohl als 6 Einzeldrucke + als auch als Zusammendruck der 6 Platten auf einem Blatt)
II-115 Gestutzt – Verletzte Bäume I (Vogelbaum)
II-116 Geborsten – Verletzte Bäume II
II-117 Verbogen – Verletzte Bäume III
II-118 Geköpft – Verletzte Bäume IV
II-119 Abgefressen – Verletzte Bäume V (Ochsenbaum)
II-120 Vernarbt – Verletzte Bäume VI (Arschbaum)
Folge Friedliche Landschaften I - VI
(hier sowohl als 6 Einzeldrucke + als auch als Zusammendruck der 6 Platten auf einem Blatt)
II-121 Friedliche Landschaft I (Pferde)
II-122 Friedliche Landschaft II (Steg)
II-123 Friedliche Landschaft III (Reiher)
II-124 Friedliche Landschaft IV (Hasen)
II-125 Friedliche Landschaft V (Haus)
II-126 Friedliche Landschaft VI (Hohlweg)
II-12.. Zwei Friedliche Landschaften (Zusammendruck)
II-127 Merkwürdige Gestalten
II-128 Weg zum Meer 1 Radierung + 1 Aquatinta
II-129 Waldsee (vormals Im Boot)
II-130 Vaters Uhr – 6 Steine
II-134 Mondnacht II
II-135 Die Rast (vormals Rast am Weiher)
II-136 Schnett (vormals Landschaft bei Schnett)
II-137 Landschaft mit Weide (vormals Landschaft mit dem Weidenbaum)
Aus der Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I
(vormals Hochwald nach dem Sturm) 1 Kaltnadelradierung + 1 Farbradierung auf 2 Platten
II-132 Nach dem Sturm II
(vormals Pappelallee nach dem Sturm) 1 Kaltnadelradierung + 1 Farbradierung auf 2 Platten
II-133 Nach dem Sturm II A (vormals Das Ende eines Parks) 1 Farbradierung auf 2 Platten
Weitere Exponate:
Großformatiges Demonstrationsblatt zur Dokumentation verschiedener Zustände von
II-085 Usadel I [4 Radierungen 1978]
Von den 91 ausgestellten Arbeiten wurden 62 verkauft.
[Nr. der Exponatliste im Archiv VL-117]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
Dieser Text wurde erstmals veröffentlich in:
Galerie Carl Blechen | Cottbus
Katalog zur Ausstellung vom 13. Dezember 1980 bis 15. Januar 1981
„Was soll es eigentlich heißen, dass ein Maler wie ein anderer malt oder einen anderen Maler imitiert? Was ist Arges dabei? Es ist im Gegenteil etwas Gutes daran. Immer muss man versuchen, einen anderen nachzuahmen. Aber es stellt sich heraus, dass man es gar nicht kann! Man möchte es wohl tun. Man versucht es. Aber es geht immer schief. Und in diesem Augenblick, wo man alles verpatzt, da gerade ist man selbst.“ (Pablo Picasso)
Inwieweit sich Theorie und Praxis im Schaffen eines Künstlers ergänzen oder gegenseitig befruchten können, beweist das Erbe von Generationen und nicht zuletzt auch Geschaffenes aus der Gegenwart. Als Beispiel dafür kann Gerenot Richter angesehen werden.
Von seiner Vorbildung aus wird es verständlich, warum sich dieser Künstler nachhaltig mit der Kunstgeschichte auseinandersetzt, die immer wieder Entdeckungen für ihn bereithält.
So analysiert er Kupferstiche von Schongauer und Dürer, beschäftigt sich mit der Raumauffassung und den Gefühlsprojektionen eines Friedrich, interessierte sich für den Entfremdungseffekt und die Gedankenkopplung der Surrealisten.
Mit gleicher Intensität wird ein gediegenes handwerkliches Können angestrebt, um von hier aus eine fantasievolle eigenständige Gestaltung den schöpferischen Ideen zugrunde legen zu können. Bewusst hat er sich im Interesse dieses Zieles seit einigen Jahren ganz auf die Grafik konzentriert, wobei sich seine Fabulierlust zur Interpretation der Landschaft in der Ätzkunst besonders hingezogen fühlt. Detailfreudig wird durch die Technik jede Einzelheit wertend ausgeschöpft und sorgt zugleich der Spielraum der Fantasie für eine Suggestivität der Mitteilungsform.
Abbildung: Gerenot Richter, WV II-076 Melencolia – Dürers 450. Todestag, 1977, Radierung und Aquatinta, 13 x 18 cm
[6 Platten, auch als Zusammendruck]
II-115 Gestutzt – Verletzte Bäume I (1979)
II-116 Geborsten – Verletzte Bäume II (1980)
II-117 Verbogen – Verletzte Bäume III (1980)
II-118 Geköpft – Verletzte Bäume IV (1980)
II-119 Abgefressen – Verletzte Bäume V (1980)
II-120 Vernarbt – Verletzte Bäume VI (1980)
Die Werkgruppe befindet sich ganz oder in Teilen in folgenden Sammlungen
Zwischen 1979 und 1981 arbeitete Gerenot Richter an einer Vielzahl von Blättern, die die Weite des Meeres, den Strand, die Küste und den umgebenden Wald zum Thema hatten. In der Folge Strandläufer hat er daraus insgesamt sieben Arbeiten zusammengefasst.
II-061 Strandläufer I 1976, Kaltnadel
II-062 Strandläufer II 1976, Kaltnadel
II-063 Strandläufer III 1976, Kaltnadel
II-064 Strandläufer IV 1977, Radierung und Aquatinta
II-065 Strandläufer V 1977, Radierung und Aquatinta
II-066 Strandläufer VI 1977, Radierung und Aquatinta
II-138 Strandläufer VII 1981, Radierung und Aquatinta
Die komplette Folge bzw. einzelne Werke daraus befinden sich in folgenden Sammlungen:







Ostseebilder spiegeln Persönliches, sie spiegeln in bemerkenswerter Weise auch das Leben in der DDR. Die weiten Strände auf Rügen, Usedom oder dem Darß sind für viele ehemalige DDR-Bürger verbunden mit Urlaubserinnerungen, mit einem Abschalten vom Alltag. Hier konnte man eintauchen in ein Gefühl von unbeschwerter Weite und Freiheit, nicht zuletzt durch die legalisierte Freikörperkultur der Badeordnung (von 1956). Freiheit zu spüren, der tiefe Wunsch vieler DDR-Bürger, konnte hier gestillt werden. Die fröhliche Stimmung verband sich zugleich aber auch mit einer Ahnung von der Bedrohung des Lebens.
Da gab es die spürbar gewaltige Kraft der See und des Windes, den nicht zu überblickenden, weiten Landschaftsraum, die hoch aufragenden Kreidefelsen der Steilküste, die Steine und gestürzten Bäume. Werden und Vergehen erscheinen sichtbar ineinander verwoben. Dort, wo die Natur fortlaufender Veränderung unterliegt, dort wo der Mensch im Spannungsfeld gigantischer Kräfte steht, dort wird der Mensch sich seiner Winzigkeit bewusst! Da wächst Beunruhigung! Hier wird verständlich: Nichts bleibt, wie es war!
Das Motiv des Strandes und der See in den Werken der DDR-Kunst mit all seinen differenzierten künstlerischen Formlösungen, erscheint als Ort einer über die Grenzen der Menschen erhabenen Existenz. Die ostdeutsche Kunst – da können wir in alle Richtungen schauen, besonders aber zu den Künstlern der Leipziger Schule (die G. R. sehr schätzte!) – durchzieht die Liebe zur Ostsee! Das verwundert nicht. Vor dem Hintergrund einer hermetisch abgeschlossenen DDR wurde dieser Landschaftsraum Motiv für avantgardistische Pleinairs und Symbol für Fernweh. Es lässt sich erkennen, dass diese Ostseebilder über Privates hinauswuchsen und zu einem gesellschaftlichen Thema wurden, ja in besonderem Maße identitätsprägend! Das Werk Gerenot Richters gehört dazu! Hier fand Nachdenklichkeit, das Reflektieren über Humanität und über unser Naturverständnis einen Ausdruck.
Man kann unbescheiden sagen, dass viele Ostseebilder dieser Zeit bemerkenswerte, kunsthistorisch wertvolle Leistungen sind, die sich in die Reihe der konventionellen Strand- und Meerstücke stellen dürfen!
Aus einer Laudation von Christina M. Wilsky aus dem Jahr 2016
Auszug aus einem Brief an die Tochter
… unser Praktikum schreitet fort. Die Studenten kommen langsam in Tritt – bis auf die „ewigen Lahmen“, die sowieso auf dem falschen Dampfer sind. Einige haben schon ausgesprochen gut angebissen und einen „echten Leistungszuwachs” erreicht.
Heute haben wir auf den harten Sitzen der schmalspurigen, Schritt fahrenden und laut durch die Wälder fauchenden „Harzquerbahn“ gesessen, um eine Exkursion nach Wernigerode zu machen. Ein verlorener Zeichentag, aber etwas fürs Auge …
Die Wälder sehen wüst aus. Ganze Hügel sind vom Wirbelsturm entblößt. Hundertjährige wurden geknickt wie Streichhölzer. Auf manchen Stücken sieht es aus, wie man sich Schlachtfelder vorstellt oder wie man sie aus Filmen kennt.
Ich habe versucht, einiges zu fotografieren. Ansonsten zeichne ich vorwiegend in diesen Bruchgebieten. Die verwundeten und sterbenden Bäume lassen mich nicht mehr los. Ich werde eine große Folge von Blättern konzipieren. Das Arbeiten im Wald kostet allerdings äußerste Konzentration. Man muss zunächst nur möglichst genau und viel registrieren. Später – der Winter wird dabei draufgehen – werde ich dann davon zehren. Man braucht vor allem Abstand. Gegenwärtig ist das Erlebnis selbst – das ungewöhnliche Formenarsenal – überwältigend.
Auszug aus einem Brief an die Tochter
… leider verliere ich zur Literatur immer mehr die Beziehung, weil mir die Zeit ‚zwischen den Fingern‘ zerrinnt. In den letzten Wochen habe ich kaum etwas geschafft, was wichtig war. Alles bezog sich nur auf Leitungstätigkeit … Diese Belastung macht äußerst nervös, zumal, wenn man unmittelbar in einer neuen künstlerischen Arbeit steckt (hätte man noch nicht eine neue Platte in Bearbeitung, wäre alles halb so schlimm – jetzt aber, mitten in einem neuen Projekt, was noch Wochen kosten wird, ist jede Abhaltung schmerzlich).
Zum Beispiel haben wir uns gegenwärtig zur Wehr zu setzen gegen eine völlig ungebildete, kunstunverständige Universitätsleitung. Unter uns: Auch … ist dazu zu zählen, und man muss sich tatsächlich nicht wundern, dass an der Universität Dinge geschehen, oder auch nicht geschehen, die uns, mit den Künsten operierende Studenten und Lehrkräfte empören, verletzen, entmutigen. Behalte es für Dich: … hat eine für Hager bei uns angeforderte Grafikmappe zurückgewiesen mit der Begründung, kein Blatt könne dem Politbüromitglied zugemutet werden. Ich selbst hatte die Grafiken aus den letzten drei Absolventenjahrgängen zusammengestellt und war, gemeinsam mit meinen Kollegen der Auffassung, diese Mappe sei die schönste und würdigste, die wir je an die Öffentlichkeit gegeben haben…
Diese neue Situation, die unser fachliches Bemühen in Zweifel zieht, die mir einen psychologischen Tiefschlag versetzt hat und geradezu lähmend wirkt, passt zu allen anderen Kampfproblemen, denen wir uns gegenübergestellt sehen (z. B. im Zusammenhang mit den künftigen Prozessen in der Diplomlehrerausbildung ab 1982 … sollen wir doch mit Russisch kombiniert werden, was bedeutet, dass Kunsterziehung zum Nebenfach degradiert würde und die Studenten, da sie im III. Studienjahr in der SU studieren, für ein Jahr völlig aus der künstlerischen Kontinuität herausgerissen werden).
Überall befinde ich mich in Verteidigungshaltung; man schlägt um sich, Schattenboxen gegen einen imaginären Gegner. Alles kostet Kraft und Zeit, und man ist sich nicht sicher, ob der ganze Aufwand lohnt. Eigentlich ist man sogar überzeugt, dass er sich nicht lohnt, aber man ist nicht bereit, die Segel zu streichen… Würde man weniger streitbar handeln, dann ließe man andere entscheiden und nickte nur devot mit der Omme. Ich habe so etwas von meinen Berufskollegen höchster Dotierung in letzter Zeit des Öfteren erlebt, so dass ich im Grunde allen Mut verlieren könnte.
… Das Kuriose liegt in dem Fakt, dass man einerseits geradezu geil ist auf studentische Meinung zu Hochschulproblemen (in Vorbereitung der im September stattfindenden Hochschulkonferenz), andererseits aber die gestörte Ruhe fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. An den Studenten wird es vor allem mit liegen, ob die im Ansatz vielversprechenden Verbesserungsgedanken zur Wirkung gelangen, oder ob alles nur Onanie war und im allgemeinen Erschlaffungszustand versinkt. Auch hier bin ich entschlossen, mich auf die Seite meiner aktiv eingreifenden, bohrenden und auf wirklichen Erkenntniszuwachs drängenden Studenten zu schlagen. Sonst könnte ich eigentlich auch selbst als Lehrkraft passen und den Arsch an die Wand drücken …
Auszug aus einem Brief an die Tochter
Bei meinen Arbeiten an zwei kleinen Ätzungen habe ich mich etwas intensiver … mit Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ beschäftigt. … Ich hatte Vivaldi nur so gehört, mehrere Male, ohne Texteinführung. Die musikalischen Gedanken, Wendungen, Verwandlungen etc. haben vielerlei Gefühle und Erinnerungen an andere Werke anderer Musiker (z.B. auch Beethoven, Britten) erzeugt. Allmählich bauten sich eigene Bezugsfelder auf. Dann las ich im Konzertführer eine ausführliche Analyse und plötzlich, beim neuen Hören, war alles ganz anders, frappierend, aber nicht unbedingt eindrucksvoller. Mir war nicht bekannt, dass fast jede musikalische Geste eine Bild- bzw. Gefühlsvorstellung auslösen soll (z.B. Zähneklappern, Füßestampfen etc.) Ich versuchte, das weitere Hören dem ersten anzugleichen, die Bilder abzustreifen, den reinen musikalischen Klang wiederzufinden. Es gelang mir nicht.
Eigentlich bedaure ich, den Text gelesen zu haben, denn die erste Wirkung, die eigene individuelle Aufschlüsselung der Musik ist nicht wiederzugewinnen. Natürlich ist die Musik nachwievor beeindruckend, aber das Hörerlebnis ist von ganz anderer Art, wenn man weiß, dass alles in irgendeiner Weise programmatische Schilderung sein soll. Mir ist der Gegensatz von eigener, unbeeinflusster Aufnahme und Nachvollzug musiktheoretischer … Erläuterungen noch nie so stark zu Bewusstsein gekommen wie in diesem Fall … ich werde mal sehen, ob ich bei Carl Dahlhaus etwas über mein Problem finde, denn mir scheint, hier ist mir etwas passiert, was mit dem Verhältnis von absoluter Musik und Programm zusammenhängt. Übrigens finde ich bei Vivaldi den Winter „umwerfend“. Schon wie er beginnt. Und wie „schräg“ im Klang. Irre!
Gedanken von Gerenot Richter aus dem Jahr 1979
Da in meinem eigenen Schaffen Aquatinta-Radierungen eine große Rolle spielen, haben mich farbige Druckversuche seit jeher interessiert (etwa seit 1965). Bestimmte Vorbilder kann ich nennen. Am meisten beeindrucken mich jedoch die Blätter von Herta Günther.
Ich liebe das Schwarzweiß der Grafik mehr als die Farbe, kenne jedoch das Bedürfnis eines bestimmten Publikums nach Farbgrafik, das nicht allein künstlerischer Natur ist. (Der „normale“ Kunstverbraucher, der sich Grafik kauft, scheut – wenn er an die Schmuckfunktion für die eigene Wohnung denkt – vor dem reinen Schwarzweiß zurück. In diesem Fall wird die Nähe zur Malerei gesucht.)
Der Zusammenhang von „Thema“ und „Farbigkeit“ ist m. E. ohne Bedeutung für die Untersuchung des Problems Farbgrafik. Interessanter für mich ist die Abhängigkeit von der Gestaltungskonzeption bis hin zur technischen Realisierung. (also etwa die Farbe im Ein-Plattendruck oder im Mehrplattendruck. Hier sind die konzeptionellen Ausgangspunkte bereits völlig verschieden. Ähnlich bei der Farblitho, die ich über die einfache Umkehrung der positiven linearen Struktur zur negativen Fläche bis hin zum verlorenen Stein gewinnen kann oder von vornherein als Farblitho mit mehreren Steinen konzipiere. Mir selbst bereitet es z. B. mehr Vergnügen, die Farbe später zu versuchen, d. h., wenn ich das Schwarzweiß bereits „in der Tasche habe“.)
In der Grafik gibt es m. E. immer noch „unausgeschöpfte Möglichkeiten“, so auch in der Farbgrafik. Die Möglichkeiten sind in erster Linie diejenigen, die man für sich selbst entdeckt, abhängig vom eigenen Weltverhältnis, vor der individuellen Gestaltungskonzeption. Im Hinblick auf technische Neuerungen sollte man nicht zu viel erwarten. (Alles schon mal dagewesen.) Die Möglichkeiten, Herta Günthers oberflächenstrukturierte Platten malerisch einzufärben, sind von ihrer farbigen Konzeption insgesamt diktiert, wie Victor Vasarelys Siebdrucke (die mich übrigens auf andere Weise genauso beeindrucken wie H. Günthers Radierungen!) das adäquate Verwirklichungsmittel seiner farbigen Idee darstellen. Deshalb ist für mich die Frage nach der „Rückkehr zum Schwarzweiß“ auch nicht so interessant. Die Farbgrafik wird das Schwarzweiß nicht bedrängen, wie umgekehrt das Schwarzweiß seine Ausschließlichkeit nicht verteidigen muss.
Subjektiv wertend meine ich, dass die Grafik ohne Farbe sehr gut auskommen kann und historisch gesehen auch durchaus auskam (bei allen guten Beispielen farbiger Grafik der Vergangenheit).
Ich weiß, dass sich Künstler auch aus finanziellen Gründen der Farbgrafik zuwenden, ohne eigentlich eine echte Farbkonzeption zu haben. Hier wird nur der technische Aufwand des Druckens für den Preisgewinn gesehen. Anders etwa bei Manfred Butzmann, der seine malerischen Ambitionen über die „billigere“ Offsetlitho realisiert, in der Radierung aber beim klassischen Vorbild bleibt. Das finde ich gut. Abschließend sei noch einmal betont, dass ich kein Vertreter farbig konzipierter Grafik bin, sondern für mich die Farbe gelegentlich Experiment bleibt (besser gesagt, ich probiere, ob und wie die Farbe in meinen Aquatinten steht).
Abschrift einer Mitteilung an die Kunsthistorikerin und Autorin Ingrid Möller von 1979.
Ingrid Möller (*1934) befragte Künstler für ihre Publikation „Farbige Grafik in der DDR“, herausgegeben vom Staatlichen Museum Schwerin (1979) über deren Verhältnis zur Farbe in der Grafik.
II-003 Friedrichshain
II-004 S-Bahnhof
II-007 Aufbau Berlin Mitte ‹vormals: Aufbau der Karl-Marx-Allee›
II-013 Kleine Brücke ‹vormals: Brücke in Rostock› (Abbildung zu diesem Beitrag)
II-014 Alter Hafen an der Petrikirche ‹vormals: Alter Hafen in Rostock›
II-019 Dorfstraße ‹vormals: Dorfstraße in Mecklenburg›
II-023 Jungfrauenkloster I
II-024 Jungfrauenkloster II
II-026 Nach der Sitzung
II-029 Junge Welt III ‹vormals: 25 Jahre Junge Welt›
II-032 Brücke im Schnee
II-033 Jasmunder Bodden
II-034 Bautzen
II-035 Budapest
II-036 Heftige Debatte
II-037 Stilleben am Grubenrand [+ 1 Zustand]
II-040 Jugend
Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-045 Rügen ’74 (Bakenberg)
II-068 Rügen ’74 (Putbus)
II-046 Trauernder Eros
II-047 Erinnerung an L.
II-048 Wegzeichen – 450. Jahrestag des deutschen Bauernkrieges + 1 Zustand
II-050 Die Höhle ‹vormals: o.T. (Weiden)›
II-051 Kleine terra mater ‹vormals: o.T. (Traum)› [+ 1 Zustand]
II-053 Spanien ’75 [+ 1 Umdruck]
II-054 Schwerer Anfang
II-055 Stilleben vor Landschaft ‹vormals: o.T. (Laterne)› [+ 1 Zustand]
II-056 Nowgorod «vormals: o.T.
II-057 Tagebausee – Duo [+ 1 Zustand]
II-058 Gipsbruch im Harz [3 Zustände]
II-059 Tagebau Nochten
II-069 FDJ – auf die Traktoren I
II-070 FDJ – auf die Traktoren II
Strandläufer I - VII
II-061 Strandläufer I [+ 1 Zustand]
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV [+ 2 Zustände]
II-065 Strandläufer V [+ 1 Zustand]
II-066 Strandläufer VI [+ 1 Zustand]
II-067 für Ludwig
II-071 Weg ‹vormals: Versuch mit 3 Platten› [5 verschiedene Drucke]
Tagebau I - III
II-072 Fossile Braunkohle
II-073 Hochkippe am Tagebausee [+ 1 Zustand]
II-074 Alte Zähne im Tagebau
Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
II-080 Eva und Adam
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag [+ 1 Zustand]
II-082 Winter in Thüringen (Zum 6.4.1978)
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis [+ 1 Zustand]
Usadel
II-085 Usadel I [5 Zustände]
II-086 Usadel II [4 Zustände]
II-087 Usadel III
II-088 Usadel IV
II-091 Pablo im Darß
II-092 Unter hohem Himmel
II-093 Acis und Galathea (nach Claude Lorrain) [+ 3 Zustände]
II-094 Funde am Hohen Ufer
II-099 dulce est ... ‹vormals: Stilleben› [+ 1 Zustand]
Die Exponatliste ist mit den Einzelseiten der Werke von Gerenot Richter auf dieser Website verknüpft. Dort finden Sie alle notwendigen Angaben zum jeweiligen Werk sowie künftig viele weitere Informationen.
[Nr. der Exponatliste im Archiv: VL-93]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
II-003 Friedrichshain
II-004 S-Bahnhof
II-008 Aufbau Berlin Mitte
II-012 Werft
II-013 Kleine Brücke
II-014 Alter Hafen an der Petrikirche
II-018 Baustelle am Marx-Engels-Platz
II-019 Dorfstraße
II-020 Kleine Werft
II-021 Spreebrücke mit Dampframme (vormals Museumsinsel)
II-022 Moskau
II-023 Jungfrauenkloster I
II-024 Jungfrauenkloster II (nicht im Werkverzeichnis abgebildet)
II-026 Nach der Sitzung (vormals Raucherstilleben)
II-029 Junge Welt III (vormals 25 Jahre Junge Welt)
II-032 Brücke im Schnee II
II-033 Jasmunder Bodden
II-034 Bautzen
II-035 Budapest
II-037 Stilleben am Grubenrand
II-047 Erinnerung an L.
II-048 Wegzeichen – 450. Jahrestag des deutschen Bauernkrieges
II-050 Die Höhle (vormals o.T.)
II-051 Kleine terra mater (vormals o.T.)
II-055 Stilleben vor Landschaft (vormals o.T.)
II-056 Nowgorod (vormals o.T.)
II-052 Tagebaulandschaft
II-053 Spanien ’75
II-054 Schwerer Anfang
II-057 Tagebausee – Duo
II-058 Gipsbruch im Harz
II-060 Am Ball bleiben – Puttbus II-067 für Ludwig
II-070 FDJ – auf die Traktoren II
II-071 Weg (vormals Versuch mit 3 Platten)
II-072 Fossile Braunkohle [Abbildung auf der Titelseites des Faltblattes und des Plakates zur Ausstellung]
II-073 Hochkippe am Tagebausee
II-074 Alte Zähne im Tagebau
II-080 Eva und Adam
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag
II-082 Winter in Thüringen (vormals Zum 6. 4. 1978)
II-083 Museumsinsel
II-084 Pycnodonta vesicularis [Abbildung im Faltblatt zur Ausstellung]
Das Faltblatt zur Ausstellung in der Humboldt-Universität enthält ein Verzeichnis der ausgestellten Arbeiten. Da Gerenot Richter zur diesem Zeitpunkt noch kein Werkverzeichnis erstellt hatte, sind die Werke nicht mit Werknummern versehen. Aus diesem Grund sind nicht mehr alle in der Ausstellung gezeigten Werke eindeutig zu identifizieren. Die hier abgebildeten drei Arbeiten wurden im Faltblatt abgedruckt. Die Ausstellung wurde von Dr. K.-H.-Rudolf, dem Kustosos der Humboldt-Universität, eröffnet.



Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-042 Rügen ’74 (Wissower Ufer)
II-043 Rügen ’74 (Muglitz)
II-044 Rügen ’74 (Freetz)
II-045 Rügen ’74 (Bakenberg)
II-068 Rügen ’74 (Putbus)
Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I, Zustand
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
II-064 Strandläufer IV
II-065 Strandläufer V
II-066 Strandläufer VI [Abbildung im Faltblatt zur Ausstellung]
Folge Dürers 450. Todestag
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia, Zustand
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
Folge Usadel
II-085 Usadel I (Zustand)
II-086 Usadel II
II-087 Usadel III (Zustand)
II-088 Usadel IV

III-001 Gehöft
III-002 Dorf
III-012 An der St. Nikolaikirche I (Rostock)
III-015 Kreidebruch auf Rügen (vormals Verlassener Kreidebruch)
III-018 Lietzow
III-020 Saßnitz
III-021 Pferde und Loren
III-032 Weiden auf Rügen, Muglitz
III-036 Gestutzte Linden (Friedhof Putbus)
III 037 Landschaft an der Küste (Freetz)
III-038 Bei Feldberg
III-043 Fischerbastei
III-044 Bootsschuppen
III-048 Usadel
III-051 Graphische Übung (Finken)
Feldweg, Feder (1973)
Mönchgut, Bleistift (1974)
Göhren, Bleistift (1974)
Gipsbruch im Harz, Bleistift (1976)
Granitbruch, Feder (1977)
Abraum, Feder (1977)
[evtl. handelt es sich hierbei um III-046 Am Grubenrand (Nochten)]
Bootswerft, Feder (1977)
Rast, Kugelschreiber (1978)
Strand, Bleistift (1978)
Schlucht, Bleistift (1978)
[Nr. der Exponatliste im Archiv VL-xxx]
II-075 Der Traum des Podagristen
II-076 Melencolia
II-077 Das Meerwunder
II-078 Das große und das kleine Glück
Die Werke befinden sich in folgenden Sammlungen:




Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-042 Rügen ’74 (Wissower Ufer)
II-043 Rügen ’74 (Muglitz)
II-045 Rügen ’74 (Bakenberg)
II-022 Moskau
II-032 Brücke im Schnee II
II-033 Jasmunder Bodden
II-036 Heftige Debatte
II-037 Stilleben am Grubenrand (vormals Am Grubenrand)
II-047 Erinnerung an L.
II-048 Wegzeichen – 450. Jahrestag des deutschen Bauernkrieges
Drei kleine Landschaften 1976
(als Zusammendruck, vermutlich folgende Blätter)
II-051 Kleine terra mater
II-052 Tagebaulandschaft
II-055 Stilleben vor Landschaft
II-057 Tagebausee – Duo
II-058 Gipsbruch im Harz
Aus der Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
Außerhalb Werkverzeichnis II
[bzw. keine Zuordnung zu diesem möglich]
1 Radierung Rostock 1966
1 Radierung Berlin 1971
3 Ätzradierungen ohne Titel 1976
3 Aquatintaradierungen ohne Titel 1976
III-038 Bei Feldberg (vormals Landschaft bei Feldberg)
Außerhalb Werkverzeichnis III
Verlassener Kreidebruch, Feder (1971)
Steiler Weg, Feder (1973)
Gipsbruch im Harz, Bleistift (1976)
(vom Künstler kein Werkverzeichnis erstellt)
Jasmunder Bodden (1968)
Bautzen (1970)
Kleiner Bahnhof (1971)
Putbus (1974)
Granitbruch (1975)
Weitere vom Künstler für die Ausstellung vorgesehene, aber später wieder von ihm selbst gestrichene Werke wurden in diese Liste nicht aufgenommen, können bei Interesse aber eingesehen werden.
Die Exponatliste ist mit den Einzelseiten der Werke von Gerenot Richter auf dieser Website verknüpft. Dort finden Sie alle notwendigen Angaben zum jeweiligen Werk sowie künftig viele weitere Informationen. Aktuell beschränkt sich die Verknüpfung auf die Werkverzeichnisse I bis III.
[Nr. der Exponatliste im Archiv VL-xxx]
[teilweise Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg]
II-022 Moskau
II-032 Brücke im Schnee II
II-033 Jasmunder Bodden
II-036 Heftige Debatte
II-037 Stilleben am Grubenrand ‹vormals: Am Grubenrand›
II-047 Erinnerung an L.
II-048 Wegzeichen – 450. Jahrestag des deutschen Bauernkrieges
Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater)
II-042 Rügen ’74 (Wissower Ufer)
II-043 Rügen ’74 (Muglitz)
II-045 Rügen ’74 (Bakenberg)
Aus der Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I
II-062 Strandläufer II
II-063 Strandläufer III
Drei kleine Landschaften von 1976 als Zusammendruck, vermutlich folgende Blätter
II-051 Kleine terra mater
II-052 Tagebaulandschaft
II-053 Stilleben vor Landschaft
II-057 Tagebausee – Duo
II-058 Gipsbruch im Harz
1 Radierung Rostock 1966
1 Radierung Berlin 1971
3 Ätzradierungen ohne Titel 1976
3 Aquatintaradierungen ohne Titel 1976
III-038 Bei Feldberg (vormals Landschaft bei Feldberg)
Verlassener Kreidebruch, Feder (1971)
Steiler Weg, Feder (1973)
Gipsbruch im Harz, Bleistift (1976)
Jasmunder Bodden 1968
Bautzen 1970
Kleiner Bahnhof 1971
Putbus 1974
Granitbruch 1975
* bzw. keine Zuordnung zu diesem möglich
** vom Künstler kein Werkverzeichnis erstellt
Diese Exponatliste entspricht dem aktuellen Stand der Recherche und befindet sich derzeit noch in Bearbeitung. Einige auf der Liste ehemals aufgeführte Werke wurden vom Künstler gestrichen. Diese Werke sind deshalb in dieser Exponatübersicht nicht enthalten.