NV III
o. T. Strandläufer
(1977)
Skribent, blau
18 x 5,5 cm

Erläuterungen zur Werkfolge […]

Erläuterungen zur Werkfolge […]

Erläuterungen zur Werkfolge […]

NV III
Baumwurzel
(1976
)
Feder, schwarz
30 x 42 cm


NV III
Angeschwemmter Baum bei Saßnitz
(1974)

Bleistift
30 x 42 cm

Erläuterungen zur Werkfolge […]

Erläuterungen zur Werkfolge […]

NV III
Vom Ostseewasser
ausgewaschene Baumwurzel
Rügen Stubbenkammer
(1976) 

Bleistift
30 x 42 cm

NV III
Sportplatz in Putbus
(1974)
Bleistift
41,5 x 59,6 cm




NV III
Gipsbruch im Harz
(1976)
Bleistift
30 x 42 cm

NV III
Gerenots Tasche und Jacke
(1976) 

Bleistift

18 x 25,6 cm


NV III
o.T. Gipsbruch im Harz
(1976)
Bleistift
29,5 x 20,5

NV III
o.T.
(1970)
Kugelschreiber, schwarz

18 x 25,6 cm

* eventuell auch 1976 


NV III
Kreidebruch
alternativ: Tagebau
(1974
)
Bleistift

30 x 42 cm

NV III
o. T.
um 1975

Bleistift

19,5 x 13,5 cm
(5 weitere Skizzen unter NV III)

NV III
o. T.
1976 

Feder, schwarz 

15,5 x 11 cm

NV III
Phantasielandschaft I
1976 

Feder, schwarz 

13 x 12 cm

NV III
Wegzeichen
(1975)
Bleistift
42,5 x 24,5 cm

Diese Erinnerung an L. erscheint wie eine Erinnerung an den deutschen Expressionismus. Prof. Dr. Gerenot Richter weiß Gestaltungsmittel dieser großen Zeit deutscher Grafik einzusetzen, jedoch ohne den Eigensinn des nur Nachvollziehenden, des aus Vorliebe oder zumindest Neigung der Handschrift expressionistischer Künstler folgenden Nachkommen.

Der goldene Schnitt des Kompositionsprinzips soll offensichtlich der Bildzuordnung und der Ordnung jener gleichsam messerscharf parallel gezogenen Strichlagen dienen, die, einander kreuzend, der Radierung aus dem Jahr 1975 Idyllik und Beschaulichkeit verwehren.

Es herrscht ein merkwürdiges Verhältnis von Lichtführung und Plastizität, Schattenschlag; Spiegelung, Beleuchtung insgesamt blieben nicht unbeachtet, sind aber als Flächenwerte betont eingesetzt worden. Die Spannung von Illusionierung und grafischem Impetus, Darstellung und zeichnerischer Eigenwilligkeit wirkt fast zu groß; Verzerrung und Manier unleugbar.

Bei einer so gearteten Betrachtung jener „Erinnerung“ wird notgedrungen das subjektive Bewusstsein nicht reproduziert werden können, dem die furiose sich in Helligkeit und Formkontrastierung äußernde Gestaltung einer Reminiszenz entsprang. Manches an dieser Radierung wirkt dekorativ im Wortsinn, schmückend als grafischer Reiz. Das Expressive endet an dieser Stelle zugunsten der Brillanz. Geschickt und gestaltungssicher ist der obere Bildrand nahe an die Baumgruppe herangeführt; Gerenot Richter erzeugt durch diesen Kunstgriff eine wirkungsvolle Unterbrechung der Horizontale. Es lohnt, solcher Finessen innezuwerden, um die geübte Hand zu erkennen, die einer Erinnerung so schwungvolle Form verlieh.

in: Berliner Zeitung vom 20./21. November 1976, Autor: Horst-Jörg Ludwig


Erinnerung an L. hatte Gerenot zu einem Wettbewerb der Berliner Zeitung eingereicht, bei dem die Leser die Auswahl für den Preis mitstimmen konnten. Siegerin wurde die Gebrauchsgrafikerin, Buchgestalterin und Illustratorin Renate Herfurth (1943-2009) mit der Farb-Lithografie „Fast zu ernst“. Gerenot belegte nach Anzahl der Zuschriften mit seiner Arbeit den 2. Platz. Der dritte Platz ging an Karlheinz Effenberger (1928-2009) mit der Aquatinta-Radierung „Schwerin“.

Ingeborg Richter

NV III
Zwei gestutzte Bäume mit Grabkreuz, Rügen
(1974) 

Bleistift

42 x 29,5 cm

>> siehe dazu zwei Handzeichnungen außerhalb Werkverzeichnis III

NV III
Landschaft auf Rügen
(1974)

Bleistift

30 x 42,5 cm

NV III
Baumstudie, Rügen
(1974)
Bleistift
42 x 59 cm