Ausstellungskritik von Peter H. Feist

„Sie haben mich mit einem Meisterwerk beschenkt, das seinesgleichen in der heutigen Grafik lange suchen wird!“ Der große, alte Bildhauer und Grafiker Gerhard Marcks formulierte gewiss keine unbedachte Schmeichelei, als er 1979 für eine Hommage dankte, die Gerenot Richter ihm über die deutsch-deutsche Grenze gesandt hatte. Dabei standen die Höhepunkte in Richters Schaffen noch bevor.

Der gebürtige Dresdner, der seit den frühen fünfziger Jahren in Berlin lebte, wäre am 5. Dezember siebzig geworden. Aber das Blatt „Herbstlicht“, das er 1989 seiner Frau widmete, hatte er schon mit letzter Kraft gedruckt. Am 5. Januar 1991 erlag er dem Krebs. Es waren nur anderthalb Jahrzehnte gewesen, in denen er das Eigentliche und Eigene seines staunenswerten Lebenswerk schuf. Dabei entstand dieses, äußerlich betrachtet, nur nebenbei. Richter bildete Kunsterzieher an der Berliner Humboldt-Universität aus und erfüllte diese Aufgabe sorgfältig und verantwortungsbewusst wie die zeitraubendenden Leitungsfunktionen, die ihm abverlangt wurden. Extern holte der promovierte Pädagoge das Malerdiplom an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee nach. Seine wahren Lehrer suchter er sich aber mit den eigenen Augen in den Werken bewunderter Vorgänger.


In den 1960er Jahren zeigte seine Kunst noch kaum auffällige Eigenschaften. Seit den frühen 1970er Jahren ging er dann seinen Einzelgängerweg. Dabei war er in seinem den Menschen zugewandten, offenen Wesen und jugendlich wirkenden Habitus das ganze Gegenteil eines sich abkapselnden Egozentrikers. Er ließ sich nur nicht abbringen von dem, womit er Gutes tun wollte. Er bewegte sich nicht in einer Strömung, ein Kunsterzieher hatte es auch nicht ganz leicht bei den „freien“ Künstlerkollegen, aber seine Gestaltungsweise sprach Kunsterwartungen an, die sich seit den 1970er Jahren nachdrücklich ausbreiteten. So wuchs ihm bei bemerkenswert vielen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, seit 1970 auch im Ausland, seit 1980 im Westen Deutschlands, immer mehr Aufmerksamkeit zu.


Der Verein Berliner Grafikfreunde INVENTOR gibt in diesen Tagen Gelegenheit zu einer anrührenden Wiederbegegnung mit seinen stillen, hintergründigen Arbeiten.

Kultur, Wachstum und Absterben oder jähe Zerstörung …

Für Richter wurden die Radierung und andere Verfahren des Tiefdrucks zum einzigen Medium, das seinen Bildvorstellungen Genüge tat. In winzigen Blättern von 4 x 5 cm, gleichsam ästhetischen Mikrochips, brachte er ganze Landschaften unter; große Blätter von 50 x 65 cm füllte er mit Wunderwelten präzise gezeichneter Dinge, feinster Helligkeitsstufen und ins Unendliche strömender Raumtiefen. Natur und Menschenwerk, sprich Kultur, Wachstum und Absterben oder jähe Zerstörung, Gegenwart, Geschichte und Zukunftssorgen waren die gedanklichen Pole, in deren Spannungsfeldern sich seine Bildfantasie entzündete. Er lässt uns an seinem Staunen über den Formenreichtum von Steinen, Bäumen, Blumen und Häusern teilhaben und entdeckt uns, dass die Dinge nicht nur sie selbst sind, sondern auch Gleichnisse werden können. Die bizarren Folgen von Natur- oder Kriegskatastrophen („Nach dem Sturm, 1980-1981); „Berliner Ruinen (1985 bis 1987) waren nicht bloß ein Reiz für Künstleraugen. Sie lösten Gedanken- und Assoziationsketten aus. Viele Künstler beschwören mit Motivzitaten einen Kulturwert, damit er nicht verloren gehe. Gerenot Richter versteckte sie auf einzigartige Weise in „Weltlandschaften“ von überbordender, wuchernder Fülle. Er bewunderte Dürer und Altdorfer, Bruegel, Herkules Segher, Caspar David Friedrich wie Klimt und Magritte.

Die „Strandläufer“ von 1976 bis 1981 hatten noch einen wagemutigen Schwung ins verlockende Weite und Helle. Vom windumwehten Torso einer vorwärtsschreitenden griechischen Göttin fliegt eine Möwe auf. Das Beunruhigende der dunklen Wolken, der erkalteten Gestirne in anderen Blättern begreifen wir im Rückblick besser als damals. In den großen Radierungen von 1983 bis 1988, mehrere als „Gleichnis“ betitelt, in denen sich Richters Schaffen in einem mächtigen Aufschwung vollenden musste, sehen wir jetzt, wie das Dunkle übermächtig wurde. Immer krausere, gespenstisch anmutende Vegetation wächst die Figurenzitate zu, Bäume brechen, Parks verwildern in ahnungsvoller Trauer. Es waren Bilder auf das Ende zu.

Im Individuellen das Zeitgeschehen, im Ausschnitt einen Weltzusammenhang erfassbar machen, war Schaffensmaxime dieses Romantikers mit scharfem Verstand. Indem er sie verwirklichte, hinterließ er einen Beitrag zur Kunstgeschichte von außergewöhnlichem Rang und symptomatischer Gültigkeit.

Autor: Prof. Dr. Peter H. Feist
erstmals veröffentlich in: „Neues Deutschland“ vom 03.12.1996
(Abschrift des Zeitungsartikels für diverse Veröffentlichungen)


Abbildung:
Gerenot Richter, WV II-304 Herbstlicht (für Ingeborg),
1989, Radierung und Aquatinta, 50 x 65 cm

Die Ausstellung wurden an zwei Orten gezeigt:
Studio Bildende Kunst, Berlin-Lichtenberg, John-Sieg-Straße 13 (bis 15.12.1996);
Bürgerhaus Glienicke / Nordbahn, Moskauer Straße (bis 21.12.1996)


Roland Berger über Gerenot Richter

„Bei der stillen Betrachtung der Grafiken von Gerenot Richter, ertappe ich mich, dass ich mal bei diesem, mal bei jenem Blatt länger verweile. Der Blick wird von einer feinnervig faszinierenden Bildwelt eingefangen, wandert in einer grafischen Urnatur, die man meint, so noch nicht wahrgenommen zu haben. Das stete Erstaunen über diese Üppigkeit an Geschautem und Erfundenem gipfelt in einem Wort ersten und naiven Reagierens: Merkwürdig!

Greifen wir auf dieses Wort zurück, so sprechen wir es, meist an uns selbst gerichtet, mit einer gewissen Verzögerung aus und verleihen damit unserer einsetzenden Nachdenklichkeit Ausdruck, über die wir in diesem Moment selbst verwundert sind.

Die Grafiken von Gerenot Richter konfrontieren den Betrachter in vielerlei Hinsicht mit Merkwürdigkeiten. Bei Bildern, die auf den ersten Blick beiläufig erscheinen, verfängt sich unser Sehen sofort in der eigenartigen Ausdrucksweise des Künstlers. Mit dem dichten Heranrücken an die sichtbare Wirklichkeit, dem scheinbar klaren und akribischen Darstellen gibt uns Richter eine Markierung besonderer Art: Er zeigt uns, was er das Merkens für würdig befunden hat. Er ist unterwegs gewesen für uns, hat in Abgeschiedenheit etwas entdeckt und für uns aufbereitet, ein Hieronymus im Gehäuse. Am Ergebnis lässt er uns teilhaben. Die Bildsprache Richters mit all ihrem grafischen Reichtum an Strukturen und Schraffuren, den Wucherungen und Durchbrüchen in den verschiedenen Raumebenen, den Verschiebungen der Perspektiven, der Detailversessenheit und verblüffenden Authentizität, alles zielt auf ein demutvolles Anschauen der Welt, konstatierende Akzeptanz und freudig-fleißig Huldigung in einem.

Geheimnisse in Richters Bildwelt

Spätestens hier, bei der Wahrnehmung einer solchen Fülle, spürt der Betrachter, dass in dieser Bildwelt ein Geheimnis stecken muss, ein rätselhafter Wert, vom Künstler für würdig befunden uns auf ein seltsam und auf seltsame verwunderliche, vielleicht sogar märchenhaft verwunschene Weise mitgeteilt zu werden. Vielleicht steckt der Wert sogar im Suchen …, wer weiß.

Etwas zu merken, sprich zu entdecken, und ihm den Rahmen eines Wertes zu geben, eben das Hervorzaubern von Merkwürdigkeiten, hat die Gabe genauen Beobachten, vertieften Betrachtens und besinnenden Denkens zur Voraussetzung. Diese Sensibilität des Sehens und Fühlens besaß Richter in hohem gerade Punkt der Vergleich zwischen den Zeichnungen und den Druckgrafiken belegt nicht nur die Variabilität in den Bildfindungen, sondern ebenso die Verdichtung der Bildideen. Da sind auch didaktische Momente spürbar, denn als einfühlsamer und konsequenter Pädagoge nutzte Richter seine Mittel bewusst zur behutsamen Führung des Betrachters, und er wusste sicher auch um die Möglichkeiten der sanften Verfügung, der sich der Kunstfreund gern hingibt, wenn er in handwerkliche Perfektion und geistvollen Hintergrund schwelgerisch eintauchen darf.

In diesem Zusammenhang ist auf die Besonderheit der häufigen Bildzitate bei Richter zu verweisen. In den wunderlich entrückten, rauschhaft knospende oder katastrophal vergehende Natur zeigenden Bildern, sind in Durchblicken, Höhlungen oder Inseln plötzlich Entdeckungen anderer Art auszumachen: Wir erkennen und begrüßen mehr oder weniger bekannte Figuren als kunstgeschichtliches Zitat. Der Bogen spannt sich von Dürer bis Picasso. Die Zitate sind Verbeugungen und versteckte Hommagen. Gemeinsam ist den 'Gästen' dass ihre Metaphorik gewahrt bleibt und in der neuen Umgebung weiterreichende Bedeutung, manchmal auch mit aktuellem Bezug, erhält. Dieses Zitieren längs durch die Kunstgeschichte verweist auf Traditionslinien, in deren künstlerischen und ethischen Anspruch sich Richter selbst sah und verpflichtet fühlte. Er verwob die Figurationen seinem Hauptthema, der Dialektik des Werdens und Vergehens. Die intellektuellen Zugaben haben manchmal etwas Schemenhaftes, fabulierend Spielerisches, ohne dass der Grundzug des melodiös Melancholischen, des skurril Dionysischen oder des zumeist staunend Hymnischen infrage gestellt wäre. Die Lobpreisung des Lebens und der Natur vollzog Richter mit naiver Ehrfurcht und humaner Verantwortung.

Angesichts der allgemeinen Zivilisationskrise sind die Bilder Gerenot Richters mit eigenwilliger Ästhetik vermittelte Signale, deren Ethos des Bewahrens und der Besinnung auf Werte, die zum Reichtum des menschlichen Daseins gehören, merkwürdig und vernünftig erscheint.“

Roland Berger in: Gerenot Richter. Katalog zur Ausstellung Studio Bildende Kunst Berlin Lichtenberg und Bürgerhaus Glienicke / Nordbahn, 1996

Herausgeber: INVENTOR e.V., Redaktion Helmut Müller, Gestaltung Marc Berger

Abb. aus dem Katalog: WV II-127 Merkwürdige Gestalten (Äußerst merkwürdig), Radierung und Aquatinta, 1980


Gerenot Richter: Radierungen – Zeichnungen – Aquarelle

Berlin-Lichtenberg | Studio Bildende Kunst

Ausstellung vom 14. November bis 5. Dezember 1996


Tiefdrucke

II-041 Rügen '74 (terra mater) *
II-042 Rügen '74 (Wissower Ufer)
II-043 Rügen '74 (Muglitz)
II-044 Rügen '74 (Freetz) *
II-045 Rügen '74 (Bakenberg)
II-060 Am Ball bleiben – Putbus
II-068 Rügen '74 (Putbus)
II-086 Usadel II *
II-092 Unter hohem Himmel *
II-139 Badende
II-278 Feldweg
II-287 Waldsaum
II-301 Schloßruine Muskau
II-302 Strandläufer
II-303 Bautzen

Folge Zwölf Torsi
im Zusammendruck von 12 Platten
II 172 bis II 176 und II 179 bis II 185

Berlinansichten
II-194 Spreeathen
II-240 Spreeathen II
II-083 Museumsinsel
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-242 Drei Grazien (Friedrichstadtpalast) *
II-244 Artem non odit nisi ignarus (Neues Museum) *

III 261 Berliner Dom (Die neue Friedrichsbrücke)

Handzeichnungen und farbige Arbeiten außer WV

NV III o.T. (Baustelle am Marx-Engels-Platz), Filzstift blau, ca. 1967
o.T. (Lausitzer Landschaft), Gouache auf mit Beize grundiertem Papier Park Hohenrode, Bleistift, 1980
III Schloß Burgk, Bleistift, Graphit, 1981

Putbus (Am Ball bleiben), Aquarell (nicht im Werkverzeichnis)
NV III Putbus (Am Ball bleiben), Bleistift
sowie weitere acht Aquarelle und Gouachen, 2. Hälfte 60er Jahre

Leihgeber: Ingeborg Richter, Roland Berger, Volkhard Böhm, Michael Drewelow, Helmut Müller

Gerenot Richter – Grafiken

Kleine Galerie Waldkater in Bernau

Ausstellung im Januar 1995


Tiefdrucke

Aus der Folge Nach dem Sturm
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-153 Nach dem Sturm VI

Aus der Folge Berliner Ansichten
II-083 Museumsinsel
II-187 Museumsinsel bei Nacht
II-214 Die Uhr im Lesesaal
II-215 Gruß aus Berlin (Schauspielhaus)
II-223 Berliner Mahnmal
II-240 Spreeathen II
II-242 Drei Grazien (Friedrichstadtpalast);
II-244 Artem non odit nisi ignarus (Neues Museum)
II-261 Die neue Friedrichsbrücke (II)

II-199 Stilleben mit Tuch – für K. K.
II-287 Waldsaum
II-297 Verlassenes Gehöft
II-100 Fragmente I
II-100b Fragmente II
(im Werkverzeichnis nicht einzeln ausgewiesen, Zusammendruck mit II-100 Fragmente I
II-005 Rummelplatz
II-037 Stilleben am Grubenrand
II-046 Trauender Eros
II-050 Die Höhle
II-052 Tagebaulandschaft
II-053 Spanien ‘75
II-054 Schwerer Anfang
II-056 Nowgorod [Abbildung zu diesem Beitrag]
II-068 Rügen ’74 (Putbus)

Verkaufsausstellung vom 11. August bis 4. September 1982

Galerie Schmidt-Rottluff Chemnitz


Einführung im Katalog von Inga Kerkin

Gerenot Richter konzentriert sich seit einigen Jahren in seiner künstlerischen Arbeit bewusst auf die Radierung. Im Beherrschen aller Feinheiten dieser Technik erreicht er eine kaum zu übertreffende Intensität. Diese Tatsache lässt ihn zum Außenseiter im Bild Berliner Kunst werden, denn nur vereinzelt streben Berliner Künstler eine ähnliche Präzision an.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Radierung von der Kaltnadel, der Strichätzung über die Aquatinta bis hin zu anderen Tiefdrucktechniken wie der Vernis mou (Weichgrundätzung, Anmerkung der Redaktion) und Mezzotinto hat er systematisch erprobt und seinen Intentionen entsprechend verwendet.

Die Verknüpfung von Linearem und Malerischem ist für seine Radierungen typisch geworden. Eine gegenstandsdefinierende Zeichenweise korrespondiert mit feinsinnig differenzierten Tonwerten, wobei die Skala seiner Grautöne sehr umfangreich geworden ist. Selten werden Farbwerte mit einbezogen, mitunter entscheidet er sich für eine Tönung der ganzen Platte.

Konkrete Naturvorbilder der Landschaft sind Ausgangspunkt für Gerenot Richters Radierungen. Er versucht sie in exakter detailreicher Zeichenweise zu erfassen. Die im Detail gefundenen grafischen Lösungen bestimmen oft den Reiz seiner Blätter. Die Realität bleibt bei Gerenot Richter nicht ohne metaphorischen Tiefsinn und veristischen Sachwert. Dabei kommt es zur Verschlüsselung von Bildgleichnissen. In ihnen begegnen sich Natur, Mensch und Künste. Direkte Zitate verknüpfen die Kunstgeschichte mit der Gegenwart. Gerenot Richter sucht immer wieder Traditionslinien für seine Arbeit. Sie führen von der Renaissance über die Romantik bis hin zu zeitgenössischer Kunst. So wurden Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Otto Runge, Otto Dix und Franz Radziwill von ihm auf einem Blatt, „Das Neugeborene“, zusammengeführt.


Jede Grafik Gerenot Richters hat ihr Geheimnis. Nur dem aufmerksamen Betrachter zeigen sich versteckte Figuren und Gesichter. Zuweilen geht ein Hauch von Wehmut über die Vergänglichkeit von seinen Grafiken aus. Letztendlich ist bei Gerenot Richter auf den ersten Blick sorgsam wiedergegeben erscheinende Naturbeobachtung gleichnishafte, fantastische Poesie.


Abbildung zu diesem Beitrag: Gerenot Richter WV II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes, 1979 / 1980, Farbradierung auf zwei Platten, Kaltnadel, 36 x 47 cm

Eröffnung der Ausstellung in Anwesenheit des Künstlers


Gerenot Richter zum Gedenken

Ausstellung im Februar 1992

in der Werkstattgalerie b.(tont) und im Café KaD Kadiner Str. 11 und 16


Tiefdrucke

II-245 Manneken Pis (Antwerpen) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

Folge „… und die Erde wird lange feststeh‘n und aufblüh‘n im Lenz.“
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs *
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-291 Villa im Bärenklau *
II-292 Bergstraße *
II-293 Parkwege *
II-294 Parkmauer *
II-295 Tümpel *
II-296 Schloßpark *
II-297 Verlassenes Gehöft *
II-300 Bäume am Feldrand *

II-304 Herbstlicht (für Ingeborg)

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Auszüge aus der Laudatio von Dr. Ljudmila Bruchholz


Seine Radierungen, Aquatinten und Kaltnadel-Arbeiten geben poetisches Zeugnis von der Urgewalt der Natur, der Zeitlichkeit alles Lebendigen, der Endlichkeit menschlichen Tuns. Sie erfordern bei ihrer Betrachtung Muße bzw. haben diese zwangsläufig zur Folge. Du kannst dich der verhaltenen Melancholie der Blätter kaum entziehen, gehst in Dich gekehrt, wacher, sinnlich reicher aus dieser stillen Zwiesprache hervor.


Die (in der Ausstellung) gezeigten Kaltnadel-Arbeiten, Aquatinten und Radierungen sind dem Schaffen eines Mannes geschuldet, der in unvergleichlicher Weise leidenschaftlicher Künstler, verlässlicher Mensch, wacher Zeitgenosse, begnadeter Lehrer war. Mehr als 30 Jahre wirkte er am Institut für Kunstpädagogik der Humboldt-Universität … 1969 saß ich als schüchterne Oberschülerin im Eignungsgespräch der künstlerischen Aufnahmeprüfung zum Studium der Kunsterziehung dem seinerzeit schon bekannten Grafiker, Hochschullehrer gegenüber: Er war mir von Beginn an in seiner leisen, feinsinnigen Art sympathisch. Ohne die sensible Einfühlung, die behutsame Nachfrage durch Gerenot Richter, ohne sein wunderbares Lächeln, das Mut machte, hätte ich wohl kein Wort herausgebracht, geschweige denn meine mitgebrachten künstlerischen Übungsblätter zu kommentieren vermocht … Studium, Forschungsstudium, Assistententätigkeit meinerseits in den folgenden Jahren machten uns zu Kollegen. Respekt, menschliche Wärme, Freundschaft – diese Stichworte vor allem charakterisieren meine Beziehung zu Prof. Gerenot Richter …

Unvergessen wird mir ein Gespräch bleiben, das wir – er, der verehrte Professor und ich, die Studentin – auf einer Bahnfahrt unterwegs nach Rügen ins künstlerische Praktikum hatten. Sommer 1974: mein Vater war gerade ein halbes Jahr vorher gestorben, meine Mutter, damals wenig älter als ich heute, blieb ohne den Lebensgefährten zurück. – Auf meine, ihn sichtlich überraschende Frage nach der Liebe, der großen Liebe des Lebens, erzählte er mir von seiner Frau Ingeborg, ihrer ersten Begegnung und dem Leben mit ihr. Wohlwissend um meinen Schmerz, um den Verlust des Vaters, die Sorge um die Mutter und die leise Angst einer 23-Jährigen, der erfüllten Liebe selbst nicht mehr zu begegnen, sprach er aufrichtig, ein wenig befangen, voll Lauterkeit über seine Gefühle … Wer ihn so erlebt hat, wird verstehen, warum ihn seine Studenten nicht nur verehrten, sondern ihm zugeneigt waren.

1990 schrieb er mir zur Antwort auf meinen Neujahrsgruß, eine Farbfotografie, die meinen 10-jährigen Sohn vor einem 100-jährigen Efeu-Baum an der historischen Stadtmauer Templins zeigt: „Eine gelungene Bildidee: Wie erhaben ist doch die Natur und der Mensch, ihre Krönung, ein Teil von ihr.“ Diese für mich letzten Worte Gerenot Richters kennzeichnen treffend die inhaltliche Gerichtetheit, die Grundstimmung, die vielen seiner künstlerischen Arbeiten innewohnt …

Ausstellung in der Werkstattgalerie b.(tont)
und im Café KaD Kadiner Str. 11 und 16 im Februar 1992


Zum Gedenken an Prof. Dr. Gerenot Richter


Am 5. Januar jährte sich der Sterbetag des Künstlerischen Professors Gerenot Richter. Am ehemaligen Institut für Kunstpädagogik unserer Universität haben viele Studierende sein eigenwilliges Vorbild in Lehre und Praxis erleben können. Lange Jahre war er ihnen ein Cicerone für die wunderbaren und geheimnisvollen Entdeckungsschritte auf das weite Feld der Künstlerischen Druckgrafik.

Wer die grafischen Lehrräume in der Burgstraße 26 betrat, wurde einfühlsam an den Umgang mit Materialien, Werkzeugen und die Bedienung der Handpressen herangeführt. Professor Richters kundige Demonstration der grafischen Arbeitsprozesse hat dazu ermutigt, die Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks in der Radierung und Lithografie zu erproben. Es war ein bezwingendes Erlebnis, wenn man dem tätigen Künstler Gerenot Richter bei seiner eigenen Druckarbeit zuschauen konnte; das Leuchten in den Oberlichtfenstern in der Burgstraße morgens oder spätabends war sichtbares Zeichen.

Angesichts seiner Kraftanstrengungen beim Kurbeln der Steindruckpresse, seiner hörbaren Mühe beim Bewegen des großen Sternrades schien es geboten, das interessante fachliche Gespräch beim Über-die-Schulter-Schauen nicht unmäßig auszudehnen, denn die Aufforderung zu Leistung und selbstgewählter Pflicht übertrug sich schnell.

Berührt von seiner freundlichen Nähe und angeregten Offenheit, konnte man bei der Betrachtung seiner kostbaren grafischen Blätter zugleich eine Ahnung von den ihn quälenden Veranlassungen und beglückenden Inspirationen für sein künstlerisches Wollen bekommen.

Gerenot Richters Lebenserfahrung und seine Betroffenheit um die bedrohte Menschlichkeit und seine Empfindungen von verletzter Natur ließen ihn in demütiger Anschauung und hintersinniger Betrachtung gedruckte Bilder schaffen, in denen erlebte landschaftliche Erscheinungen mit stigmatisierten Naturformen – oft im Zitat – und poetische Deutungen von ihm verehrter Kunstwerke gleichermaßen aufgehoben sind.

Sein Traditionsbewusstsein mit dem Anspruch tugendhaft-naturalistischer Beharrlichkeit verband er mit dem Glauben, als Lehrender ein exemplarisches Vorbild sein zu müssen. Mit Liebe zu gepflegtem Werkzeug führte er detailfreudig – stetig lupenkontrolliert – die spitze Nadel im Widerstand zur polierten Metallplatte und schuf bestechende Druckwerke.

Wenngleich der Studiengang Kunstpädagogik an die Hochschule der Künste überführt wurde, bleibt unserer Universität die Ausstattung einer Grafischen Werkstatt erhalten. Mit diesen Arbeitsmitteln, welche dem neugegründeten Seminar für Künstlerisch-Ästhetische Praxis überantwortet wurden, bleiben die Möglichkeiten der grafischen Arbeit für die Studentenausbildung bewahrt und eine Weiternutzung im Sinne Gerenot Richters garantiert.

Ruth Tesmar in der Zeitung der Humboldt-Universität von 1992 zum 1. Todestag von Gerenot Richter

Gerenot Richter – Gleichnisse (Radierungen und Handzeichnungen)

Ausstellung vom 22. November bis 21. Dezember 1991

Galerie Sophienstraße 8 in Berlin


Tiefdrucke

Aus der Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I *
II-062 Strandläufer II *

II-130 Vaters Uhr - 6 Steine *

Folge Nach dem Sturm *
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-142 Nach dem Sturm V
II-153 Nach dem Sturm VI

Gleichnisse *
II-188 Gleichnis I
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884),
Radierung und Radierung und Aquatinta
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel)
II-222 Gleichnis II (Die Blinden)
II-263 Gleichnis III (Eustachius)
II-282 Begegnung (Bremer Iris)
II-304 Herbstlicht

Aus der Folge Berliner Stadtansichten | Berlinansichten
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-242 Drei Grazien *

II-245 Manneken Pis *

Handzeichnungen

III-035 Muglitz (Rügen)
III-051 Graphische Übung (Finken)
III-052 Plastischer Versuch (in der Ausstellung o. T.)
III-058 Plastische Formen (in der Ausstellung o. T.)
III-069 Straße nach Petersdorf (Nordhausen)
III-073 Baumpyramide (Nordhausen)
III-086 Dachboden, Schloß Burgk
III-090 Wurzel am Hang
III-096 Neptun im Walde (in der Ausstellung unter dem Titel Landschaft mit Neptun)
III-112 Schloß Weißensee
III-113 Weiher bei Milkel
III-132 Parkmauer von Schloß Neschwitz

Flyer zur Ausstellung mit Text von Gisold Lammel

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Prof. Dr. Gerenot Richter – Radierungen

Ausstellung vom 6. bis 28. Februar 1991

Galerie der BASF Schwarzheide GmbH


Radierungen (einzelne Arbeiten)

II-245 Manneken Pis
II-304 Herbstlicht

Ausstellungsplakat der Galerie BASF Schwarzheide, zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen

Die Folgen (Radierungen)

Aus der Folge Lausitzer Landschaften
II-252 Heller Morgen
II-253 Füllhorn und leere Scheuer
II-256 Gemäuer (Abbildung auf dem Plakat zur Ausstellung)

Die Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf 
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Die Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs
II-289 Torsi im Stadtpark
II-291 Villa im Bärenklau
II-292 Bergstraße
II-293 Parkwege
II-294 Parkmauer
II-295 Tümpel
II-296 Schlosspark
II-297 Verlassenes Gehöft
II-300 Bäume am Feldrand


Zum Tod des Berliner Grafikers Gerenot Richter

Er war ein nobler Mann. Von einer leisen, taktvollen, feinsinnigen Art. Dem das Grelle ebenso fremd zu sein schien wie Denunziation und Marktgeschrei. Gerenot Richter bot sich nicht an, er war da. Auch für uns. Mehr als zehn Jahre hindurch betreute er, was zum Besten der Jungen Welt zu rechnen ist, die hauseigenen Grafik-Serien, und leicht gemacht wurde es weder ihm, dem Berater und Gutachter, noch den Künstlern und Redakteuren.


Wenn es nur das Geschmäcklerische gewesen wäre, das sich zum Scharfrichter aufschwang über wochenlange Mühen um ein grafisches Blatt, könnte man noch im Nachhinein darüber lächeln, aber es war der jämmerliche Untertanen- und Karrieregeist, der die Urteile diktierte, manches verhinderte oder verbot. Im Namen des Klassenkampfes. Wer wird das später begreifen? Wer wird ermessen können, wie schwer angesichts dessen auch Prof. Gerenot Richters Geduld wog? Bis es nicht mehr ging, weil die Borniertheit in Ekstase geriet. Das war 1985, der Internationalen Grafikserie zu den Weltfestspielen in Moskau folgte die JW-Inquisition, die sich natürlich nicht an ihm austobte, ihn aber betraf.

So verloren wir einen lauteren Menschen, einen verläßlichen Partner und leidenschaftlichen Künstler. Der Schatten jener Schuld trifft uns heute ebenso wie sein früher Tod. Trotz unheilbarer Krankheit arbeitete er bis zuletzt an seinen filigranen Radierungen: Blumen, Büsche, Bäume in verschwenderischer Fülle und Vielfalt, blühend, verletzt, abgestorben. Werden und Vergehen. Nicht wie es dem Kreislauf der Natur entspräche, sondern Willkür und Ignoranz des Menschen entspringt.

Dies ist eine Botschaft für den wachen Betrachter, dem sanften Maler und Mahner gemäß. Verlieren wir sie nicht aus den Augen.

Angelika Griebner in der Zeitung „Junge Welt“ vom 11. Januar 1991

Stille, Wehmut, leise Töne


Matthias Mende 1990 in DÜRERIANA

Ein Mann der Stille, der Wehmut und der leisen Töne. Im hektischen westlichen Kunstbetrieb übersehen – was zählen schon intellektuelle Fähigkeiten und technische Brillanz? Als wir ihn 1980 für unsere Ausstellung „Dürer A – Z“ entdeckten, zählte sein druckgrafisches Werk schon über zweihundert Nummern. Seitdem wuchs es weiter, imponierendes Alterswerk eines Mannes, der weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt.


Mit Dürer, überhaupt mit der Kunstgeschichte, erweist sich Gerenot Richter als vertraut. Es gibt wohl gegenwärtig keinen Radierer, der Dürer als Zeitgenossen so selbstverständlich akzeptiert. Richter hat den meisten voraus, dass er den Gesang der Meerjungfrauen hören kann. Er schaut hinter den gekrümmten Horizont, stößt in Bereiche des Vergeistigten vor. Dabei ist er „Realist“ und absolut kein Träumer. Seine kleinteilige Kunst zwingt zum genauen Hinsehen. Nichts für Ungeduldige und Kurzsichtige!


Auf den ersten Blick sieht man nur Strandgut, vom Wasser ausgelaugte, verrottete Pfähle. Bei längerer Betrachtung erwacht das tote Holz zu spukhaftem Leben, man glaubt Gesichter zu sehen, wo eben noch Maserung war. Gedanken an die Vergänglichkeit der Welt stellen sich ein. Verblüfft wird man gewahr: Der Wolkenhimmel ist anaturalistisch, steht Dürer'scher Linienkunst näher als Naturschauspielen, wie man sie von den Küsten kennt. Ins sureale kippt die Szene, identifiziert man die Hauptgruppe aus Dürers „Meerwunder“, die links am äußersten Pfahl erscheint. Der dämonische Greis mit dem fantastischen Gehörn mit der jungen, von ihm geraubten Schönen auf dem Rücken. Gerade weil der Stich inhaltlich so rätselhaft ist, zog er Richter an. Schon in der zum 450. Todestag Dürers 1978 geschaffenen Radierung „Das Meerwunder“ begegnet er uns.

Der Text von Matthias Mende wurde entnommen aus:
DÜRERIANA: Neuerwerbungen der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V. Nürnberg,
Nürnberg: Verlag Hans Carl, 1990, ISBN 3-418-00349-4, Nr. 114


Gerenot Richter – Radierungen

29. November 1989 bis 4. Januar 1990


Tiefdrucke*

Folge Burgker Miniaturen I – V *
II-147 Burgker Miniaturen I (Saalebrücke)
II-148 Burgker Miniaturen II (Weg zum Schloß)
II-149 Burgker Miniaturen III Schloßbrücke)
II-150 Burgker Miniaturen IV (Wehrgang)
II-151 Burgker Miniaturen V (Zugbrücke)
(Abbildung zu diesem Beitrag)

Gleichnisse *
II-188 Gleichnis I
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884)
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel)
II-222 Gleichnis II (Die Blinden)
II-263 Gleichnis III (Eustachius)
II-282 Begegnung (Bremer Iris)
II-304 Herbstlicht

Aus der Folge Berliner Ansichten
II-194 Spreeathen
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-244 Artem non odit nisi ignarus *
II-261 Die neue Friedrichsbrücke II *

II-196 Unter Bäumen I *
II-202 Unter Bäumen II
II-209 Sommer mit M. S. *
II-213 D 1500 Das Meerwunder
II-239 Er - sie - es
II-245 Manneken Pis (Antwerpen) *

Aus der Folge Blüten aus Knollen und Zwiebeln nach Hortus Eystettensis, Basilius Besler, Anno MDCXIII
[als Zusammendruck II, von 12 Platten]
II-227 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Anemone
II-229 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Paeonia
II-230 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Hippeastrum
II-232 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Lilium
II-233 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Gladiolus
II-235 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Titelblatt
II-246 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Dahlia II
II-247 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Tulipa II
II-248 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Iris II
II-249 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Narcissus
II-250 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Hyacinthus
II-251 Blüten aus Knollen und Zwiebeln - Cyclamen

Aus der Folge Lausitzer Landschaften I – IV             
II-252 Heller Morgen *
II-253 Füllhorn und leere Scheuer *
II-256 Gemäuer *

Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf 
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs *
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-291 Villa im Bärenklau *
II-292 Bergstraße *
II-293 Parkwege
II-294 Parkmauer *
II-295 Tümpel *
II-296 Schlosspark *
II-297 Verlassenes Gehöft *
II-300 Bäume am Feldrand *

*Diese Exponatliste (59 Arbeiten) entspricht dem aktuellen Stand der Recherche und befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

Die Exponatliste ist mit den Einzelseiten der Werke von Gerenot Richter auf dieser Website verknüpft. Dort finden Sie alle notwendigen Angaben zum jeweiligen Werk sowie künftig viele weitere Informationen.

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Die Folge der „Burgker Miniaturen I – V“ entstand 1981 als Ergebnis eines Studienaufenthalts von Gerenot Richter auf Schloß Burgk. Eingeladen hatte ihn Lothar Lang, der zu dieser Zeit Direktor des Museums Schloss Burg war und als „Papst“ der Kunstkritik in der DDR galt.

Ingeborg Richter, die ihren Mann begleitete, erinnert sich, dass er während der ganzen Zeit des Aufenthalts wie ein Besessener gezeichnet habe, beinahe jede Stunde des Tageslichts nutzend.

Die Burgker Miniaturen stehen zudem in Verbindung mit einer Folge fünf weiterer, erheblich größerer Aquatinta-Radierungen (21 x 29 cm), die ebenfalls Gebäude und Umgebung von Schloss Burgk zeigen.

Burgker Miniaturen

II-147 Burgker Miniaturen I (Saalebrücke)
II-148 Burgker Miniaturen II (Weg zum Schloß)
II-149 Burgker Miniaturen III Schloßbrücke)
II-150 Burgker Miniaturen IV (Wehrgang)
II-151 Burgker Miniaturen V (Zugbrücke)

Die Folge befindet sich ganz oder teilweise in folgenden Sammlungen:

  • Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
  • Kunstsammlung Gera
  • Museum Schloss Burgk

Gerenot Richter – Radierungen

Ausstellung im September 1989 (Eröffnung am 8.9.1989)

Kunstgalerie Budyšin in Bautzen


Tiefdrucke

II 034 Bautzen *
(Abbildung zu diesem Beitrag)

Friedliche Landschaften I - VI *
[als Zusammendruck von 6 Platten]
II-121 Friedliche Landschaft I (Pferde)
II-122 Friedliche Landschaft II (Steg)
II-123 Friedliche Landschaft III (Reiher)
II-124 Friedliche Landschaft IV (Hasen)
II-125 Friedliche Landschaft V (Haus)
II-126 Friedliche Landschaft VI (Hohlweg)

Folge Burgker Miniaturen *
(als Zusammendruck von 5 Platten unter dem Titel „Schloß Burgk“)
II-147 Burgker Miniaturen I (Saalebrücke)
II-148 Burgker Miniaturen II (Weg zum Schloß)
II-149 Burgker Miniaturen III Schloßbrücke)
II-150 Burgker Miniaturen IV (Wehrgang)
II-151 Burgker Miniaturen V (Zugbrücke)

Folge Zwölf Torsi *
II-172 Torso I (Buhnen)
II-173 Torso II (Stubben)
II-174 Torso III (Linde)
II-175 Torso IV (Strandgut)
II-176 Torso V (Buche) 
II-179 Torso VI (Fichte)
II-180 Torso VII (Pappel)
II-181 Torso VIII (Strandgut)
II-182 Torso IX (Weide)
II-183 Torso X (Strandgut)
II-184 Torso XI (Weide)
II-185 Torso XII (Fichte) 

Gleichnisse (5 von 7)
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884) *
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel) *
II-222 Gleichnis II (Die Blinden) *
II-263 Gleichnis III (Eustachius) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

II 221 Feldstraße
II 245 Manneken Pis (Antwerpen) *

Folge Lausitzer Landschaften I - IV 
II 252 Heller Morgen *
II 253 Füllhorn und leere Scheuer *
II 256 Gemäuer *
II 262 Sonne im Park (Schloß Milkel) *

Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf 
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs *
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-291 Villa im Bärenklau *
II-292 Bergstraße *
II-293 Parkwege
II-294 Parkmauer *
II-295 Tümpel *
II-296 Schlosspark *
II-297 Verlassenes Gehöft *
II-300 Bäume am Feldrand *

48 Blätter

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Gerenot Richter – Radierungen

23. Mai bis 16. Juni 1989

Prenzlau | Kleine Galerie im Armaturenwerk

Tiefdrucke

Aus der Folge Gleichnisse
II-188 Gleichnis I *
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884) *
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel) *
II-222 Gleichnis II (Die Blinden) *
II-263 Gleichnis III (Eustachius) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

II-196 Unter Bäumen I *
(Abbildung in diesem Beitrag)
II-202 Unter Bäumen II
II-197 Herbststilleben I (vormals Herbst I)
II-198 Stilleben mit Blüte (vormals Herbst II)
II-207 für M. S. *
II-209 Sommer mit M. S. *
II-213 D 1500 – Das Meerwunder
II-245 Manneken Pis (Antwerpen) *

Aus der Folge Berlinansichten
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-240 Spreeathen II 
II-242 Drei Grazien (Friedrichstadtpalast) *
II-244 Artem non odit nisi ignarus *
II-261 Die neue Friedrichsbrücke II *

Folge Lausitzer Landschaften I - IV             
II-252 Heller Morgen *
II-253 Füllhorn und leere Scheuer *
II-256 Gemäuer *
II-262 Sonne im Park (Schloss Milkel) *

Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf 
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs *
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-291 Villa im Bärenklau *
II-292 Bergstraße *
II-293 Parkwege
II-294 Parkmauer *
II-295 Tümpel *
II-296 Schlosspark *
II-297 Verlassenes Gehöft *
II-300 Bäume am Feldrand *

Diese Exponatliste (derzeit 46 Arbeiten) entspricht dem aktuellen Stand der Recherche und befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

Die Exponatliste ist bereits mit den Einzelseiten der Werke von Gerenot Richter auf dieser Website verknüpft. Dort finden Sie alle notwendigen Angaben zum jeweiligen Werk sowie künftig viele weitere Informationen.

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Gerenot Richter – Radierungen (Gleichnisse und Berlinansichten)

Ausstellung vom 5. April bis 23. Mai 1989

Predigerkloster in Erfurt


Tiefdrucke

Aus der Folge „Nach dem Sturm“ I - VI                      

Gleichnisse
II-188 Gleichnis I *
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884) *
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel) *
II-222 Gleichnis II (Die Blinden) *
II-263 Gleichnis III (Eustachius) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

Berlinansichten
II-187 Museumsinsel bei Nacht
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-216 Das Schauspielhaus 2. Versuch
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-240 Spreeathen II *
II-242 Drei Grazien *
II-244 Artem non odit nisi ignarus *
II-261 Die neue Friedrichsbrücke II *

Die Liste der Exponate war in Aufzeichnungen des Künstlers nicht vollständig und wurde für diesen Beitrag aus Zeitungsmeldungen extrahiert: Groß-Aquatinten 6 Gleichnisse + einige frühere Radierungen mit Berlinischen Motiven und Kaltnadelblätter über Naturerlebnisse.
Da bei den Sturmblättern eine von den zwei Platten eine Kaltnadelradierung ist, könnte es sich bei den „Kaltnadelblättern über Naturereignisse“ um die Sturm-Reihe handeln oder um einzelne Blätter daraus.

[Nr. der Exponatliste im Archiv: VL-275]
[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Gerenot Richter – Radierungen

Ausstellung vom 17. bis 30. März 1989 

Zentralinstitut für Genetik in Gatersleben


Tiefdrucke

II-072 Fossile Braunkohle *
II-073 Hochkippe am Tagebausee
II-081 Am Bodden – Gerhard Marcks zum 90. Geburtstag *
II-087 Usadel III *
II-094 Funde am Hohen Ufer *
II-100 Fragmente *
II-105 Das Neugeborene – Hommage zum Jahr des Kindes *
II-114 Am Feldrain *
II-130 Vaters Uhr – 6 Steine *
II-165 Windungen *
II-190 Tödliche Stille
II-196 Unter Bäumen I *
II-207 für M. S. *
II-209 Sommer mit M. S. *
II-213 D 1500 – Das Meerwunder
II-245 Manneken Pis (Antwerpen) *

Aus der Folge Rügen ’74 Hommage C. D. Friedrich
II-041 Rügen ’74 (terra mater) *
II-044 Rügen ’74 (Freetz) *

Aus der Folge Strandläufer
II-061 Strandläufer I *
II-062 Strandläufer II *
II-064 Strandläufer IV *
II-065 Strandläufer V *

Folge Nach dem Sturm I – VI *
II-131 Nach dem Sturm I
II-132 Nach dem Sturm II
II-140 Nach dem Sturm III
II-141 Nach dem Sturm IV
II-142 Nach dem Sturm V
II-153 Nach dem Sturm VI

Aus der Folge Schloß Burgk I - V
II-156 Burgk II (Turnierwiese) *
II-157 Burgk III (Saalebrücke) *
II-166 Burgk IV (Wehrgang) *
II-167 Burgk V (Schlossweg) *

Aus den Gleichnissen
II-188 Gleichnis I *
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884) *
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel) *
II-222 Gleichnis II (Die Blinden) *
II-263 Gleichnis III (Eustachius) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

Aus der Folge Berlinansichten
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge)
II-242 Drei Grazien (Friedrichstadtpalast) *
II-244 Artem non odit nisi ignarus *
II-261 Die neue Friedrichsbrücke II *

Aus der Folge Lausitzer Landschaften I - IV 
II-252 Heller Morgen *
II-253 Füllhorn und leere Scheuer *
II-256 Gemäuer *
II-262 Sonne im Park (Schloss Milkel) *

Aus der Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
II-273 Weidentorsi
II-277 Weiher
II-278 Feldweg

Aus der Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-292 Bergstraße *
II-295 Tümpel *

Zusätzlich wurden 33 Miniaturen aus den Jahren 1982 bis 1987 gezeigt. Genauere Angaben dazu sind bisher nicht zu ermitteln.

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]

Hochkomplexe und hintergründige Bilder

Für mich gilt es, mit der Tatsache zurecht zu kommen, dass Gerenot Richter, den ich aus langjähriger und benachbarter Zusammenarbeit als einen geradlinigen, unkomplizierten Menschen kenne und schätze, so krumm- und krauslinige, hochkomplexe und hintergründige Bilder macht. Das Problem löst sich, weil man bei genauerem Hinsehen hinter der Komplexität eine gerade Linie im Zugehen Gerenot Richters auf die Welt und in der intensiven Arbeit an seinen künstlerischen Mitteln erkennt – Mitteln, die uns helfen sollen, uns die Welt ästhetisch anzueignen.

In den 1960er Jahren gehörten dazu energische Strichbündel, die den Blick in dynamische Bildräume sogen, durch die ein frischer Wind zu blasen schien. Seit etwa 1974 ruht der Blick des Künstlers genauer auf den Details der sichtbaren Welt und folgt ihm die sorgsam zeichnende Hand mit höchster Präzision. Die Größensprünge in den Bildräumen, wie wir sie auch aus manieristischen Bildern des 16. Jahrhunderts kennen, lassen uns jetzt die Weite als Distanzspannungen erleben. Dazu gesellen sich gegenständliche Spannungen in den Motiven, zum Beispiel der Stranddarstellungen, und durch das Einflechten von Kunstreminiszenzen in scheinbar direkte Naturabbildungen.

Gerenot Richter gehört zu denen, die noch staunen können über die unendliche Vielfalt der Natur und des Menschenwerks, und er hält uns, was sehr heilsam ist, zu gleichem Staunen an. Eine starke Liebe zur Natur und eine starke Liebe zu großer, menschlich bedeutsamer Kunst – wir sollten nicht anstehen, sie eine demütige Liebe zu nennen ­– wachsen zusammen zu einer Liebe zu den Menschen, um deren Lebensraum und Lebenswerte es in dieser Natur symbolisch romantischen Kunst geht.

Verletztes, Zerstörtes, Altes, Abgestorbenes

Mit großer Eindringlichkeit gibt Gerenot Richter häufig Verletztes, Zerstörtes, Altes, Abgestorbenes wieder – aber eigentümlicherweise werden die Präzision, die metallene Schärfe der Linien niemals kalt und selbst die dunkelsten Blätter niemals trostlos. Dafür sorgen die Aufmerksamkeit für organische Regsamkeit und vor allem ein umhüllendes, rationales, reines, ein wirklich erleuchtendes Licht auf den Dingen, das uns nie in einer Verstrickung befangen zurücklässt.

Ich zögere nicht, dies eine daseinsbejahende, eine optimistische Haltung zu nennen. Dabei sieht Gerenot Richter die Wirklichkeit nicht unkritisch, nicht ohne Trauer und nicht unwissend-naiv. Aber nach meiner Auffassung gehört er zu denjenigen Künstlern, die eigentlich nur das gestalten können, was sie lieben. So sind seine Blätter von jener „ansteckenden Zuversicht“ (Hermann Raum), die wir angesichts der heutigen Weltlage so sehr brauchen.

Gerenot Richter schenkt dem, der sich auf das schöne Abenteuer einlässt, mit dem Blick seine Blätter zu durchwandern, eine neue, vertiefte Freude am Sehen wie auch Freude am kunstreich Gemachten. Und das ist eine der großen Aufgaben, die Kunst erfüllen kann und soll.

Inmitten einer Kunstwelt, die voll ist von expressiv Vereinfachtem, Plakativen, skizzenhaft Offenem, technizistisch Seriellem, und die erfüllt ist von der zuckenden Hektik der bewegten Bilder, die täglich auf uns eindringen, breitet Gerenot Richter seine altmeisterlich durchgearbeiteten Blätter und seine entschiedenen ästhetisch-ethischen Wertungen vor uns aus. Wenn mancher dies Konservativen nennen will – konservativ heißt bewahrend, dann sei gesagt, dass wir mit gutem Recht hellsichtiger und nachdenklicher geworden sind gegenüber der Dialektik von revolutionärer Neuerung, die unser Anliegen ist und dem Wiedergewinnen und Bewahren von Werten und Traditionen, die wir gefährdet sehen.

Dieser Text wurde erstmals veröffentlicht in:
Peter H. Feist: Gerenot Richter / Grafik
Katalog der Galerie a (1989)
Ausstellungen | Auktionen, Seite 33


Gerenot Richter – Grafik

Ausstellung vom 7. Februar bis 10. März 1989

Galerie a in Berlin


Tiefdrucke

Katalog, Edition und Vorzugsgrafik (keine Angaben zu den Werken ermittelbar).

Gleichnisse
II-188 Gleichnis I *
II-192 „Ging heut’ morgen übers Feld“ (Gustav Mahler 1884) *
II-210 Der ungetreue Hirt (Hommage à Bruegel) *
II-222 Gleichnis II (Die Blinden) *
II-263 Gleichnis III (Eustachius) *
II-282 Begegnung (Bremer Iris) *

Folge Berlinansichten
(mindestens diese vier Arbeiten)
II-214 Die Uhr im Lesesaal *
II-223 Berliner Mahnmal (Synagoge) *
II-242 Drei Grazien (Friedrichstadtpalast) *
I-261 Die neue Friedrichsbrücke II *

II-213 D 1500 Das Meerwunder
II-221 Feldstraße

Folge Lausitzer Landschaften I - IV             
II-252 Heller Morgen *
II-253 Füllhorn und leere Scheuer *
II-256 Gemäuer *
II-262 Sonne im Park (Schloss Milkel) *

Folge „Alles verfault, was ohne Wurzeln ist.“ (Jewgeni Jewtuschenko)
(vermutlich die gesamte Folge, mindestens aber II-271, II-273, II-277, II-278)
II-270 Lichtung
II-271 Grabmal
II-272 Obelisk
II-273 Weidentorsi
II-274 Pflaumenhain
II-276 Dorf 
II-277 Weiher
II-278 Feldweg
II-279 Straßenbäume
II-280 Viehweide

Folge „... und die Erde wird lange feststeh’n und aufblüh’n im Lenz.“ (Gustav Mahler)
(vermutlich die gesamte Folge, mindestens aber II-288, II-293, II-294, II-296)
II-286 Alter Obstgarten
II-287 Waldsaum
II-288 Üppiger Wuchs *
II-289 Torsi im Stadtpark *
II-291 Villa im Bärenklau
II-292 Bergstraße *
II-293 Parkwege
II-294 Parkmauer *
II-295 Tümpel *
II-296 Schlosspark *
II-297 Verlassenes Gehöft
II-300 Bäume am Feldrand *

Die Exponatliste wurde anhand der Abbildungen im Katalog erstellt. Sie entspricht dem aktuellen Stand der Recherche und befindet sich weiterhin in Bearbeitung.

[* in Exponatliste im NV-Verzeichnis Private Künstlernachlässe Brandenburg aufgenommen]