Der weibliche Kopf ist die Abbildung eines beschädigten Gipsabgusses aus der ehemaligen Sammlung antiker Gipsabdrücke des Winckelmann-Instituts der Humboldt-Unversität zu Berlin.
1952 waren Gerenot und ich zum ersten Mal in Ahrenshoop-Niehagen auf dem Darß. Wir besuchten einen Freund meines Mannes und verliebten uns prompt in diesen wunderschönen Landstrich. Die Hoffnung dort einmal Urlaub machen zu können, erfüllte sich jedoch viele Jahre lang nicht.
Erst 1976 boten uns Nachbarn in Berlin an, ihre Ferienunterkunft in Niehagen zu übernehmen. Das kleine Holzhaus im Boddenweg entsprach nicht ihren Erwartungen. Wir hingegen waren entzückt, hier endlich einmal 14 Tage verbringen zu können – und dann machten wir die Entdeckung, dass sich hier das Atelier von Gerhard Marcks befunden hatte. Was für ein wunderbarer Zufall.
Die Steilküste von Ahrenshoop hatte es uns besonders angetan. Stundenlang schritten wir gebückt auf dem steinigen Stand entlang, bewunderten die vom Wind glatt geschliffenen Klippen und Hölzer und machten uns auf die Suche nach versteinerten Seeigeln. Zwischendurch ließen wir uns an einer windgeschützten Stelle nieder. Gerenot zeichnete und fotografierte ohne Unterlass.

„Richters Kunstrezeptionen, d. h. Zitate, Variationen und Transformationen von Motiven namhafter Künstler, sind seinen ganz persönlichen Kunstbegegnungen und Vorlieben erwachsen. Am häufigsten, intensivsten und umfassendsten setzte er sich mit der Bildwelt und Gestaltungsweise Albrecht Dürers auseinander.
Erläuterungen zur Werkgruppe […]
„Richters Kunstrezeptionen, d. h. Zitate, Variationen und Transformationen von Motiven namhafter Künstler, sind seinen ganz persönlichen Kunstbegegnungen und Vorlieben erwachsen. Am häufigsten, intensivsten und umfassendsten setzte er sich mit der Bildwelt und Gestaltungsweise Albrecht Dürers auseinander.
Erläuterungen zur Werkgruppe […]
„Richters Kunstrezeptionen, d. h. Zitate, Variationen und Transformationen von Motiven namhafter Künstler, sind seinen ganz persönlichen Kunstbegegnungen und Vorlieben erwachsen. Am häufigsten, intensivsten und umfassendsten setzte er sich mit der Bildwelt und Gestaltungsweise Albrecht Dürers auseinander.
Erläuterungen zur Werkgruppe […]
„Richters Kunstrezeptionen, d. h. Zitate, Variationen und Transformationen von Motiven namhafter Künstler, sind seinen ganz persönlichen Kunstbegegnungen und Vorlieben erwachsen. Am häufigsten, intensivsten und umfassendsten setzte er sich mit der Bildwelt und Gestaltungsweise Albrecht Dürers auseinander.
Erläuterungen zur Werkgruppe […]
„Dargestellt ist ein recht eng gefasster Ausschnitt aus der Arbeitsstätte des Künstlers. Rechts im Bild noch ein Teil des bekannten Dürer-Blattes Der Traum – Die Versuchung (um 1497 / 1498) zu erkennen, links eine eigene Arbeit. Nicht von ungefähr gerät hier gerade das Details des Kupferstichs von Dürer ins Bild, das einen auf Stelzen gehenden Putto neben einer Kugel darstellt.
Der Künstler selbst in seinem Atelier, mit aufgesetzter Lupe und mit der Radiernadel in der Hand, erscheint als Spiegelung auf einer Glaskugel. Doch ist dies ja nicht die bloße Darstellung eines Widerscheins. Er erinnert an die philosphischen und künstlerischen Erkenntnisse eines Jakob Böhme oder eines Albert Dürer. Die Kugel als ein Symbol des Kosmos, der Ganzheit, der Vollkommenheit, aber auch der Seele. Im Bild des Runden und der Kugel kommen Kosmos und Mensch, sinnlicher und ethischer Wert in einem Idealzustand zur Vollendung. Die Weltkugel ist aber zugleich auch ein Zeichen der unsteten Göttin des Glücks in Wechselbeziehung zu den Mächten Zeit, Vergänglichkeit und Tod“.
zitiert aus:
Gotthard Brandler, Vorwort zu Meister des Kupferstichs – Gerenot Richter
Edition Schwarz Weiß, Spröda 1997